(...) Eine von allen EU-Mitgliedsstaaten getragene Verteidigungsarmee, eine sogenannte Parlamentsarmee (vergleichbar der Bundeswehr, da sie ausschließlich nach mehrheitlicher Zustimmung durch das EU-Parlament zu Einsätzen befähigt würde), ist im Gespräch. Aber derzeit noch Vision. (...)
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(...) Das 2%-Ziel (an Ausgaben des BIP für den Verteidigungsetat) der NATO kann ich so nur unterstützen, denn es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir als Parlamentarier schicken die Soldaten Deutschlands in Auslandeinsätze und müssen ihnen deswegen auch die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung stellen, deswegen ist die Erhöhung des Verteidigungsetats dringend notwendig. Ökonomisch ist und bleibt aber auch die Zusammenarbeit bei Rüstungsprojekten auf europäischer Ebene sehr sinnvoll. (...)
(...) Ich befürworte ausdrücklich eine engere sicherheits- und verteidigungspolitische Zusammenarbeit der EU-Staaten. Eine "EU-Armee" ist vorerst unrealistisch, weil nicht absehbar ist, daß die Nationalstaaten die Befehlsgewalt auf Brüsseler Institutionen übertragen würden. Das ist vielleicht in Jahrzehnten möglich. (...)
(...) Wir Freie Demokraten befürworten den Aufbau einer Europäischen Armee unter gemeinsamem Oberbefehl und parlamentarischer Kontrolle. Dazu streben wir eine engere Verzahnung und den Ausbau gemeinsamer Fähigkeiten der Streitkräfte der integrationswilligen EU-Mitgliedsländer an, mit dem Ziel einer Europäischen Verteidigungsunion. (...)
(...) Die Idee von Emmanuel Macron über den Europäischen Sicherheitsrat ist ebenso überflüssig. Stattdessen fordert die AfD (so wie im Europawahlprogramm vorgesehen) die Stärkung des europäischen Pfeilers der NATO, in dem Deutschland seinen Einfluss erhöht. Die Rolle der NATO soll an die Interessen des europäischen Sicherheitssystems angepasst werden, in dem der NATO-Russland-Rat wiederbelebt wird. (...)