(...) Auch das Transplantationsgesetz stellt in seiner derzeitigen Form den Spender in den Mittelpunkt. Auf diese Weise wird verhindert, dass Außenstehende die Entscheidung über die Organspende treffen. Ist der Fall gegeben, dass die für die Organspende nötige Zustimmung nicht vorliegt, so sind die nächsten Angehörigen des potenziellen Spenders zu befragen. (...)
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Sehr geehrte Frau W.,
(...) Dafür ist ein Parlament ja da. Das Thema ist sehr vielschichtig und komplex, da verbieten sich einfachen Antworten. Sie können sich sicher sein, dass Ihre Einwände in den parlamentarischen Gremien ausführlich zur Sprache kommen werden. (...)
(...) Aber falls es doch passiert, entgegen der Verbote weil sich ein Milliardär z.B, wegen der Organe klonen lässt: Meiner Meinung nach hat ein erzeugtes Klon-Kind die gleichen Menschenrechte wie ein sonst ein "unschön" gezeugtes Kind. Kinder aus Inzest, Vergewaltigung haben ja auch die Menschenrechte. (...)
(...) Im Allgemeinen lässt das Nichtvorliegen eines Spenderausweises keine eindeutigen Rückschlüsse auf die Einstellung eines potenziellen Spenders zur Organspende zu. Das zeigt auch die erhebliche Diskrepanz zwischen positiver Einstellung zur Organspende (84 Prozent) und dem Besitz eines Spenderausweises (36 Prozent) in Deutschland. Über die individuellen Begründungen der Angehörigen liegen mir keine Daten vor. (...)
(...) Bei einer Organspende ist ausschließlich der Wille des Verstorbenen ausschlaggebend. Angehörige werden bei der Entscheidung einbezogen, wenn der Wille nicht dokumentiert ist. (...)