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Ihre Position zur automatischen Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung

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Andreas Braun
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Frage von Erich G. •

Ihre Position zur automatischen Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung

Sehr geehrter Herr Braun,

in der aktuellen Debatte über die Zukunft und die finanzielle Stabilisierung unseres Rentensystems wird immer wieder der Vorschlag diskutiert, das gesetzliche Renteneintrittsalter automatisch an die statistische Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln.

Da dieses Thema die Lebensplanung von Millionen Menschen in unserem Land – und auch in Ihrem Wahlkreis – direkt betrifft, möchte ich Sie ganz konkret nach Ihrer persönlichen und fraktionellen Haltung dazu fragen:

Stimmen Sie einer solchen automatischen Kopplung des Rentenalters zu (Ja oder Nein) und wie begründen Sie Ihre Entscheidung? Welche alternativen Maßnahmen favorisieren Sie gegebenenfalls, um die Rentenkasse langfristig stabil zu halten?

Vielen Dank für Ihre Transparenz und Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Erich G.

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Sehr geehrter Herr Erich G.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Frage.

Die Ausgestaltung der gesetzlichen Rentenversicherung ist eine Aufgabe des Bundes und wird daher vom Deutschen Bundestag entschieden. Als Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg entscheide ich darüber nicht unmittelbar. Dennoch möchte ich Ihnen gerne meine persönliche Einschätzung mitteilen.

Die Lebenserwartung kann aus meiner Sicht ein Faktor sein, sie darf aber nicht der alleinige Maßstab sein. Ebenso wichtig ist, wie lange jemand gearbeitet und Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat sowie unter welchen Bedingungen diese Arbeit geleistet wurde. Wer über viele Jahrzehnte Verantwortung getragen und unser Rentensystem mit seinen Beiträgen mitfinanziert hat, sollte dies auch im Rentensystem wiederfinden.

Gleichzeitig ist es wichtig, die Rentenversicherung langfristig finanzierbar zu halten. Dazu gehören aus meiner Sicht eine höhere Erwerbsbeteiligung, bessere Rahmenbedingungen für längeres freiwilliges Arbeiten sowie eine starke Wirtschaft, die Arbeitsplätze und Beitragszahler sichert. Wer über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus arbeiten möchte, sollte dies möglichst unkompliziert tun können. Gleichzeitig muss ein fairer und verlässlicher Übergang in den Ruhestand gewährleistet bleiben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine persönliche Haltung damit nachvollziehbar erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Braun MdL

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