(...) Deswegen kann ich Ihre Kritik nicht ganz nachvollziehen. Weiter sei Ihnen versichert, dass ein Arbeitstag der Abgeordneten des Europäischen Parlaments nicht nur die Zeiten einer Plenartagung umfasst. (...)
(...) Mir ist bewusst, dass die Europäische Union nicht immer die richtige Balance zwischen Bürgernähe und der notwendigen Einheitlichkeit der europäischen Regelungen gefunden hat. Bei aller berechtigten Kritik gilt es jedoch auch anzuerkennen, dass die EU schon viel erreicht hat und uns als Bürgern auch viele Vorteile bietet. (...)
(...) Ob im Verein, Elternbeirat oder in einer Partei, es gibt immer mal Sitzungen, die etwas länger aber auch einmal etwas kürzer ausfallen. Da bildet das Europäische Parlament gerade zu Beginn einer neuen Legislaturperiode keine Ausnahme. Insofern ist es in der Tat ausnahmsweise auch schon einmal vorgekommen, dass Sitzungen mal zügig und schnell beendet wurden. (...)
(...) Die allgemeine Lebenseinsicht, dass unsere heutigen Freunde vielleicht morgen unsere Feinde sind, darf einer verantwortlichen Entscheidung in der gegenwärtigen Notlage aber nicht entgegenstehen. Daher unterstütze ich den Beschluss der Bundesregierung, neben humanitären Maßnahmen auch Hilfe unter Einschluss von Waffenlieferungen zu leisten. Eine so weitreichende Destabilisierung einer ganzen Region, wie sie durch den IS-Terror angerichtet wird, wirkt sich auch auf Deutschland und Europa aus. (...)
(...) Bei allen wirtschaftlichen Vorteilen ist jedoch eins für mich klar: Unsere hohen Standards dürfen weder durch die „Hintertür“ umgangen, noch in irgendeiner Form gelockert oder verwässert werden. Dies gilt sowohl für die Bereiche Umwelt, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit als auch für unseren Datenschutz und unsere Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte. (...)
(...) Die Frage, ob eine solche Beschränkung der Freizügigkeit gerechtfertigt sein kann, kommt jedoch am Ende auf den Einzelfall an. Insbesondere seit dem Bosman-Urteil gab es viele Versuche, in Sportlerverträgen bestimmte Aspekte – wie etwa ablösefreie Wechsel von Spielern oder Quoten für Spieler aus anderen Mitgliedstaaten – zu regeln. Zudem hatte erst im April der Präsident der Fifa, Sepp Blatter, selbst noch einmal die Einführung einer so genannten "6+5 Regelung" ins Spiel gebracht, die zu Beginn jeder Begegnung den Einsatz sechs einheimischer Spieler vorsieht und die 2010 aufgrund der Unvereinbarkeit mit dem EU-Arbeitsrecht zunächst wieder fallen gelassen wurde. (...)