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Anfrage zur Reformbedürftigkeit des § 57a ZVG – Schutz von Miet- und Wohnrechten bei Zwangsversteigerungen

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Frage von Thomas M. •
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Anfrage zur Reformbedürftigkeit des § 57a ZVG – Schutz von Miet- und Wohnrechten bei Zwangsversteigerungen

Betreff: Problematik des Sonderkündigungsrechts nach § 57a ZVG

Sehr geehrte Frau Bas

ich schreibe Ihnen, um auf soziale Härten durch das Sonderkündigungsrecht nach § 57a ZVG aufmerksam zu machen. Dieses erlaubt Erstehern in der Zwangsversteigerung, Mietverhältnisse trotz vertraglicher Kündigungsausschlüsse oder lebenslanger Wohnrechte zu beenden. Dies widerspricht dem Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“ (§ 566 BGB).

Besonders kritisch sehe ich das Missbrauchspotenzial: Versteigerungen werden teils gezielt herbeigeführt, um Immobilien zu entmieten und deren Wert zu steigern, obwohl Bieter durch Gutachten vorab über die Lasten informiert sind.

Ich bitte um Stellungnahme zu folgenden Fragen:

Ist der Politik dieser Missbrauch bekannt?

Gibt es Pläne, § 57a ZVG zum Schutz mietvertraglicher Sondervereinbarungen zu ändern?

Wie bewerten Sie das Spannungsverhältnis zwischen Gläubigerschutz und sozialem Mieterschutz?

Mit freundlichen Grüßen
Thomas M.

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