Was tragen Sie zur Steigerung des Kindeswohls in Deutschland bei?
Laut aktueller UNICEF-Studie zum Kindeswohl rangiert Deutschland auf Platz 25 und schneidet somit unterdurchschnittlich ab. Welche Maßnahmen ergreifen Sie in Ihrer führenden Rolle in der SPD und als Abgeordnete, damit Kinder und Familien gestärkt werden?
Sehr geehrte Frau T.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die Ergebnisse der aktuellen UNICEF-Studie nehme ich sehr ernst. Sie zeigen vor allem eines: In Deutschland hängen die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Bildungschancen von Kindern noch immer viel zu stark vom Einkommen ihrer Eltern ab. Das dürfen wir als reiches Land nicht hinnehmen.
Aus meinem Ressort kann ich sagen: Entscheidend für den Kampf gegen Kinderarmut ist es, dass Eltern von ihrer Arbeit gut leben können. Von der Erhöhung des Mindestlohns – auf 14,60 Euro bis 2027 – profitieren Millionen Beschäftigte und ihre Familien unmittelbar. Durch die Unterstützung der Tarifbindung, etwa durch das Tariftreuegesetz, stärken wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Im Koalitionsvertrag haben wir weitere wichtige Vorhaben verankert – den Ausbau früher Hilfen, die Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe im Quartier und eine bessere psychotherapeutische Versorgung für Kinder und Jugendliche. Mit dem Startchancen-Programm investieren Bund und Länder gezielt in Schulen in benachteiligten Lagen, um Bildungschancen dort zu verbessern, wo es besonders wichtig ist.
Für die Familien- und Kinderpolitik ist innerhalb der Bundesregierung das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend federführend zuständig. Mit Ihrer Anfrage können Sie sich direkt an das Bundesfamilienministerium oder auch an meine Kollegin Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, zuständig unter anderem für den Bereich Familie, wenden.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas
