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Sollte Schulweg-Sicherheit zum Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Reinickendorf, Büdnerring, seit 12/2025 Einbahnstraße) durch Radverkehr in Gegenrichtung Vorrang vor dem Erhalt von Parkplätzen haben?

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Bettina König
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Frage von Arne B. •

Sollte Schulweg-Sicherheit zum Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Reinickendorf, Büdnerring, seit 12/2025 Einbahnstraße) durch Radverkehr in Gegenrichtung Vorrang vor dem Erhalt von Parkplätzen haben?

Seit Dezember 2025 ist der Büdnerring – direkter Schulweg von täglich rund 250 radfahrenden Schüler:innen der Bertha-von-Suttner-Schule – als Einbahnstraße ohne Freigabe für Radverkehr in Gegenrichtung ausgewiesen. Zuvor war die Straße für Radfahrende in beide Richtungen befahrbar. Kinder und Jugendliche weichen seither auf den Gehweg aus; es kam zu Bedrohungen und beschädigten Fahrrädern (Quelle: Schreiben der Gesamtelternvertretung vom 29.06.2026).Laut Verwaltungsvorschrift zur StVO (Neufassung 2021) ist die Öffnung von Tempo-30-Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung der Regelfall, das Verbot die begründungspflichtige Ausnahme. Das CDU-geführte Bezirksamt Reinickendorf lehnte die Öffnung im Namen von Bezirksstadtrat Sebastian Pieper (CDU), Leiter der Abteilung Ordnung, Umwelt und Verkehr, dennoch ab, u. a. mit Verweis auf rund 35 wegfallende Parkplätze (Quelle: Antwortschreiben des Bezirksamts vom 07.08.2026).

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Frage. Ja, ich bin ganz klar der Meinung, dass die Einbahnstraßenregelung im Büdnerring für Fahrradfahrer aufgehoben werden sollte, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Büdnerring zu erhöhen, auch wenn dadurch Parkplätze direkt vor Ort wegfallen sollten. 

Ich habe mir vor den Sommerferien gemeinsam mit der Schulleitung, der Gesamtelternvertretung sowie der stadtentwicklungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion in der Reinickendorfer BVV, Angela Budweg, ein eigenes Bild von der Situation machen können. Dabei wurde deutlich, dass die aktuelle Situation seit Einrichtung der Einbahnstraßenregelung nicht hinnehmbar ist. Denn die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen, müssen auch wieder gut und sicher nachhause fahren können. Derzeit können sie in Richtung Pankow legal nur Umwege über stark befahrene Straßen ohne jegliche Fahrradinfrastruktur (Reginhard / bzw. Emmentaler Straße) nehmen. In der Folge fahren zahlreiche Schülerinnen und Schüler entweder den Büdnerring entgegen der Einbahnstraßenregelung oder auf dem Gehweg. Verkehrsbehinderungen und Konfrontationen sind die Folge. 

Da zusätzlich auch die Buslinie 327 die Straße passiert und aufgrund beidseitig geparkter Autos häufig nur extrem langsam vorankommen kann, ist ein einseitiger Wegfall von Parkplätzen und der Schaffung von ausreichend Platz für den Fließverkehr sowieso wünschenswert. Darüber hinaus würde dies die Freigabe für den Fahrradverkehr in beide Richtungen ermöglichen.

Ich habe dazu auch bereits den Bezirksstadtrat angeschrieben und ihn gemeinsam mit Frau Budweg aufgefordert, diese Lösung in Betracht zu ziehen. Nach mehrmaligem Nachhaken liegt uns inzwischen eine Antwort vor, die diese Vorschläge leider ablehnt. Alternativ verweist der Bezirksstadtrat auf die parallel zum Büdnerring verlaufende Raschdorfstraße, die eine direkte Anbindung über die Sommer- und Klemkestraße nach Pankow biete. Leider scheinen die Planer dabei den Straßenbelag in der Raschdorfstraße außer Acht gelassen zu haben: die Straße ist mit groben Kopfsteinen gepflastert und nicht nur unbequem zu befahren, sondern bei Schnee oder Nässe ein echtes Sicherheitsrisiko für Fahrradfahrer. Deshalb setze ich mich weiter für eine Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für den Radverkehr im Büdnerring ein. Denn eines steht für mich fest: Die Schulwegsicherheit muss höchste Priorität haben. 

Beste Grüße 

Bettina König

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