Fragen und Antworten

Bundestag Wahl 2021
Portrait von Christian Schwarzenberger
Frage an
Christian Schwarzenberger
DIE LINKE
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Christian Schwarzenberger
DIE LINKE

Über Christian Schwarzenberger

Ausgeübte Tätigkeit
Mieten- und energiepolitischer Referent der Stadtratsfraktion DIE LINKE / Die PARTEI
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Ing. Energie- und Prozesstechnik
Wohnort
München
Geburtsjahr
1988

Christian Schwarzenberger schreibt über sich selbst:

Portrait von Christian Schwarzenberger

Menschen vor Profite – Gemeinsam für Veränderung!

 

Mit Leidenschaft aktiv für bezahlbaren Wohnraum, für Klimagerechtigkeit und für die Umverteilung von Reichtum!

 

Geboren in der Kleinstadt Schwandorf in der Oberpfalz bin ich erst recht spät mit Politik in Berührung gekommen. Finanzielle Engpässe und unsichere Arbeitsverhältnisse waren zwar prägende Themen in meiner Familie, sich gegen diese Verhältnisse einzusetzen jedoch nicht vorstellbar. Während meines Ingenieursstudiums habe ich erkannt, dass sich etwas ändern muss. Besonders 15 Monate im südlichen Afrika haben mich geprägt: Dort konnte ich sehr deutlich sehen, dass ein System, das lediglich auf Profit ausgelegt ist, zu Ausbeutung und Armut führt. Damals habe ich für mich erkannt, dass es nicht reicht, alle vier Jahre meine Stimme abzugeben, sondern es nötig ist, auch aktiv für die eigenen Interessen einzustehen.

 

Während meines politischen Engagements, zunächst bei Attac, dann bei der LINKEN, konnte ich erfahren, dass Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, Berge versetzen können: Ob die starke Reduktion der Kohleverbrennung im Heizkraftwerk Nord mit dem Bündnis „Raus aus der Steinkohle“, die Organisation der größten Münchner Mietendemo aller Zeiten mit #ausspekuliert oder die erfolgreich verhinderte Entmietung im Hasenbergl mit den betroffenen Mieter*innen - Gemeinsam lässt sich die Welt im Kleinen verändern und solche Kämpfe können auch verdammt viel Freude bereiten. Die Kandidatur für den Bundestag ist für mich eine neue Herausforderung, die ich gerne annehme. Gemeinsam mit einem großartigen Team um mich herum kämpfen wir für eine starke Linke!

 

Mitgliedschaften: IG Metall, ver.di, Attac, Umweltinstitut München, Mieter helfen Mieter, Deutscher Alpenverein, Rote Hilfe, GLS Bank

 

Presseschau:

 

Süddeutsche Zeitung zur verhinderten Entmietung im Hasenbergl (04.02.2021)

 

Abendzeitung zu Leerstand (12.10.2020)

 

Abendzeitung zur Protestaktion gegen Dawonia (23.06.2020)

 

Hallo München zur Aktion Münchner Kindl (02.04.2019)

 

Interview zur Mietendemo #ausspekuliert (14.09.2018)

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Kandidaturen und Mandate

Kandidat Bundestag Wahl 2021

Angetreten für: DIE LINKE
Wahlkreis: München-Nord
Wahlkreis
München-Nord
Wahlkreisergebnis
3,60 %
Erhaltene Personenstimmen
6216

Politische Ziele

Liebe Wähler*innen,

Ob Altersarmut, Gesundheitssystem oder Frieden. Bei allen politischen Entscheidungen ist für mich klar, dass immer der Mensch im Vordergrund stehen muss und nicht der Profit! Drei Themen sind mit dabei besonders wichtig: Steigende Mieten, Klimakrise und wachsende Ungleichheit sind keine Naturgesetze. Hier bin ich schon seit mehreren Jahren aktiv:

1.   Keine Profite mit der Miete: Mieten deckeln und Wohnraum dem Markt entziehen!

Steigende Wohnungslosigkeit, Vernichtung von bezahlbarem Wohnraum, Verdrängung von Menschen durch überhöhte Mieten usw. sind Münchens drängendste Probleme! Wichtige Stellschrauben zur Bekämpfung des Mietenwahnsinns werden auf Bundesebene gestellt: Deckelung der Mieten- und Bodenpreise sowie die Einführung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit. Nur DIE LINKE kämpft in den Parlamenten für das Grundrecht auf Wohnen.

Vonovia, Dawonia und WSB. Diese Immobilienkonzerne besitzen Tausende Wohnungen im Münchner Norden. Die Mieter*innen werden von ihnen ausgepresst wie Zitronen. Ich setze mich aktiv für diese Menschen ein. Kürzlich konnte im Hasenbergl so eine Entmietung gemeinsam abgewendet werden. Zum Schutz der Mieter*innen ist die Vergesellschaftung der großen Immobilienkonzerne wichtig. Um diese Forderung durchsetzbar zu machen, braucht es weiter den gemeinsamen Druck von Betroffenen, von der Bewegung und der LINKE.

2.   Klima schützen – dem 1,5°-Ziel verpflichtet die dezentrale Energiewende umsetzen

Die Frage der Klimagerechtigkeit ist vor allem auch eine soziale Frage. Es sind die Ärmsten in unserer Gesellschaft und weltweit, die am meisten unter den Folgen der Klimakrise leiden. Es ist 5 nach 12 und Zeit, ambitioniert zu handeln. Das können wir, denn die Lösungen existieren, jetzt heißt es umsetzen. Was es braucht, ist eine dezentrale Lösung der Energiewende in Hand der Kommunen und Genossenschaften anstelle von Großprojekten von Konzernen.

Dies gilt auch für die Verkehrswende: Wir brauchen eine massive Stärkung des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs bei gleichzeitigem Ausbau der Fahrradinfrastruktur und einer sozial-ökologischen Transformation der Autokonzerne. Statt Individualverkehr und Subventionen für E-Autos muss der ÖPNV kosten- und barrierefrei werden.

3.   Reichtum umverteilen – Vermögensabgabe für die Krisenkosten

Die Corona-Pandemie hat mit ihren dramatischen Folgen die schon bestehende Ungleichheit verstärkt. Auf der einen Seite bedingungslose Staatshilfen für Großkonzerne, ein Rekordhoch der Aktienindizes und große Vermögenszugewinne der Superreichen (Laut DIW haben die 2.700 Milliardäre der Welt ihr Vermögen um 60 % gesteigert). Auf der anderen Seite haben wachsende Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und fehlende Staatshilfen Menschen in die Wohnungslosigkeit und in die Schuldenfalle getrieben.

Mit den aktuellen Mehrheitsverhältnissen werden die Folgen der Krise auf die Ärmsten abgewälzt. Einzig DIE LINKE stellt die Frage „Wer zahlt die Kosten der Krise?“. Was es jetzt mehr denn je braucht, ist eine konsequente Umverteilung. Wie mit dem Lastenausgleich nach dem 2. Weltkrieg muss die aktuelle Krise mit einer Vermögensabgabe bewältigt werden. Damit kann der Weg in die sozial-ökologische Transformation eingeleitet werden.

Nur wer bewegt ist, kann etwas bewegen!

Neben diesen konkreten politischen Forderungen ist es auch immer mein Ziel, mehr Menschen zu ermutigen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden. Ich habe in den letzten Jahren oft erlebt, dass Berge versetzt werden können, wenn viele Menschen mit Leidenschaft an einem Strang ziehen wie etwa die starke Reduzierung der Kohleverbrennung in München durch „Raus aus der Steinkohle“, die verhinderte Entmietung im Hasenbergl oder verhinderte Mieterhöhungen für knapp 1.000 Mieter*innen. Gemeinsam sind Veränderungen möglich. Dafür braucht es eine starke Zivilgesellschaft und eine starke LINKE. Packen wir’s an!

Christian Schwarzenberger