Wie kann ein Land verantworten, den Schulbetrieb bei solch einem Geschehen laufen zu lassen? Wie kann eine Regierung verantworten, dass sich Kinder infizieren und deren Angehörige im engsten Kreis?

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Daniela Kuge
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Wie kann ein Land verantworten, den Schulbetrieb bei solch einem Geschehen laufen zu lassen? Wie kann eine Regierung verantworten, dass sich Kinder infizieren und deren Angehörige im engsten Kreis?

Sehr geehrte Frau Kuge,

ich wende mich mit dieser Frage direkt an den Bundestag und will wissen, ob es richtig ist das sich Kinder und Jugendliche in der Pandemie infizieren. Ob es zur Verantwortung gehört etliche junge Leute, diesem geschehen auszusetzen.

Bildung ist wichtig, doch koordinierte Bildung im Infektionsgeschehen auch. So wie ich es verstehe und ich bin Schüler, ist es laut Parlament okay das sich Lehrer, mehrmals infizieren so wie Schüler.
Wie ist es denn in der "long covid" Situation? Ist es richtig Kinder und Jugendliche Spätfolgen anhängen zu wollen anstatt diese durch Wechselmodellunterricht zu schützen?

Ganz viele Fragen bezüglich der Verantwortung habe ich.
Es wäre sehr lieb wenn ich auch eine fachliche Antwort darauf bekomme.

Mit freundlichen Grüßen

Aron N.

Frage von Aron N. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 4 Tage 21 Stunden

Sehr geehrter Herr N.,

vielen Dank für die Nachricht. Sie sprechen zurecht eine Problematik an, die uns seit dem Beginn der Corona-Pandemie begleitet und uns in ein Dilemma führte, das sich bisher noch nicht zufriedenstellend auflösen ließ: Auf der einen Seite steht die von Ihnen zurecht eingeforderte körperliche Unversehrtheit der Schülerinnen und Schüler in den Schulen des Freistaates. Auf der anderen Seite haben die vielen jungen Menschen in unserem Land auch den berechtigten Anspruch auf eine Bildung, die den hohen Anforderungen unserer modernen Gesellschaft genügt und sie auf ein Leben nach der schulischen Laufbahn in der Art und Weise vorbereitet, die den anstehenden Herausforderungen des Lebens angemessen ist. Das kann Wechselunterricht nur bedingt.

Aus diesem Grund finde ich es richtig, dass unser zuständiger Kultusminister Christian Piwarz in den letzten Konferenzen rund um die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus dafür gesorgt hat, dass die sächsischen Schülerinnen und Schüler erst einmal noch uneingeschränkt zur Schule gehen können. Das lässt sich natürlich nur aufrecht erhalten, wenn es im Gegenzug wirksame Hygiene-Konzepte gibt, die auch vollständig umgesetzt und streng kontrolliert werden. Ich persönlich habe aber den Eindruck, dass das der Fall ist. Wenn Sie diesbezüglich anderer Meinung sind, lassen Sie mich das gern wissen.

Ich kann verstehen, dass Sie mit der aktuellen Situation unzufrieden sind. Auch ich habe bereits Erfahrungen mit „Long-COVID“ machen müssen. In der Abwägung zwischen den beiden oben genannten Interessen vertraue ich aber unseren Fachpolitikern. Gern stelle ich jedoch den Kontakt zu unserem Kultusminister Christian Piwarz oder auch zum bildungspolitischen Sprecher meiner Fraktion Holger Gasse her. Geben Sie mir dafür einfach ein kurzes Zeichen unter daniela.kuge@slt.sachsen.de.

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