Wie lässt sich eine regelbasierte Außenpolitik mit der Praxis bei NATO-Partnern vereinbaren?
Sehr geehrte Frau Düring,
die Grünen betonen stets die Bedeutung einer wertebasierten Außenpolitik, in der die „Stärke des Rechts“ und nicht das „Recht des Stärkeren“ gelten soll. Aktuelle Berichte über US-Ambitionen zur Kontrolle Grönlands (Quelle: https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-07/68945300-us-beamter-uebernahme-von-groenland-derzeit-einzige-loesung-016) stehen hierzu in einem spannungsvollen Licht.
Wie bewerten Sie diesen Vorstoß im Rahmen einer regelbasierten internationalen Ordnung? Wenn wir das Völkerrecht universell einfordern, wie rechtfertigt die Bundesregierung eine differenzierte Haltung, je nachdem, ob Souveränitätsfragen Drittstaaten oder NATO-Partner betreffen? Wie stellen Sie sicher, dass unsere Ansprüche an globale Gerechtigkeit und das Völkerrecht gegenüber allen Akteuren mit derselben Konsequenz vertreten werden, um die Glaubwürdigkeit unserer Außenpolitik zu bewahren?
Über eine inhaltliche Einordnung würde ich mich sehr freuen.
