Frage an Eka von Kalben bezüglich Bildung und Erziehung

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Eka von Kalben
Bündnis 90/Die Grünen

Frage an Eka von Kalben von Treuneq Ergu bezüglich Bildung und Erziehung

12. August 2012 - 07:40

Sehr geehrte Frau von Kalben,

geht es unter http://bit.ly/QMfd64 um kaum verdeckte Kriegswerbung bei Einklässlern?

Bei einem Schulprojekt der besonderen Art kooperieren die Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn und die Gemeinschaftsgrundschule aus Gummersbach – Bernberg.
Aus der Beschreibung:
"Im neuen Schuljahr integrierte Frau Sülzer aktuelle Informationen zum deutschen Einsatz in Afghanistan in den täglichen Schulalltag der Erstklässler und neuen „Drachenkinder“. Jeden Morgen wird seither bei Unterrichtsbeginn die aktuelle Uhrzeit im Einsatzland und das dortige Wetter verkündet. Außerdem schließen die Kinder die im Einsatz befindlichen deutschen Soldaten täglich ins morgendliche Gebet ein".

Wären die Kinder auch bei einer ausgewogenen Information mit dem Thema überfordert?

Muß man hier von einem unpädagogischen Verhalten der Lehrerin ausgehen und ist hier die Schulleitung ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen?

Wie beurteilen Sie es, daß nur für die Soldaten und nicht auch für die zivilen Opfer gebetet wird?

Wie beurteilen Sie Gebete in der Schule im Hinblick darauf, daß auch Kinder anwesend sind, die von ihren Eltern konfessionsfrei erzogen werden?

WIRD DIE NEUE LANDESREGIERUNG DAFÜR SORGEN, DASS ES DAS BESCHRIEBENE SCHULPROJEKT IN SCHLESWIG-HOLSTEIN NICHT GEBEN WIRD?

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Reth

Frage von Treuneq Ergu
Antwort von Eka von Kalben
20. August 2012 - 09:01
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 1 Tag

Sehr geehrter Herr Reth,

ein vergleichbares Schulprojekt wie das von Ihnen zitierte in Gummersbach ist uns aus Schleswig-Holstein nicht bekannt und fände auch nicht unsere Zustimmung.

Die Situation an den schleswig-holsteinischen Schulen stellt uns derzeit vor viele Herausforderungen, so dass wir uns zunächst mit den Problemen beschäftigen möchten, die aktuell unsere volle Tatkraft benötigen.

Mit freundlichem Gruß,
Eka von Kalben