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Werden Sie für schnelle und unkomplizierte Verbesserungen im SPNV Landesmittel für die D-Ticket Freigabe im IC Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg bewilligen?

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Erik Schweickert
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Frage von Krischan M. •

Werden Sie für schnelle und unkomplizierte Verbesserungen im SPNV Landesmittel für die D-Ticket Freigabe im IC Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg bewilligen?

Die Regionalzüge RE1 Stuttgart-Vaihingen Enz-Karlsruhe und RE90 Stuttgart-Nürnberg sind oft brechend voll, so dass oft nicht mal eine Fahrradmitnahme möglich ist. Es gibt beim RE1 nur einen 2h+1h Takt, so fehlt ein weiterer 2h Takt um auf ein Halbstundentakt zu kommen, dafür fährt in den Lücken normalerweise der IC Karlsruhe-Vaihingen Enz-Stuttgart-Nünberg(-Leipzig), dieser ist sehr viel teurer und deshalb meistens gering bis mittelmäßig ausgelastet. Es sind mehr und größere Züge geplant und bestellt, bis zum neuen Fahrplan und Verfügbarkeit der Fahrzeuge dauert es wohl noch ein paar Jahre. Am schnellsten und einfachsten ist die Freigabe der IC-Züge auf der Strecke, das kostet nicht wenig, könnte aber vom Land und DB-Fernverkehr sofort ermöglicht werden um den RE1 und RE90 zu entlasten und einen Halbstundentakt für alle sofort anzubieten. Die Anzahl an D-Ticket Abonnent_innen/Fahrgästen ist weiter gestiegen. Werden Sie sich dafür einsetzen?

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Antwort von FDP

Sehr geehrter Herr M.,

vielen Dank für ihre Frage zu einer möglichen Freigabe der Fernverkehrszüge auf der Residenzbahn für Inhaber von Nahverkehrstickets.

Als Abgeordneter für den Wahlkreis Enz bin ich mit der Situation beim RE1 zwischen Stuttgart und Karlsruhe bestens vertraut. Hohe Fahrgastzahlen treffen dort seit vielen Jahren auf unpünktliche und unzuverlässige Zugverbindungen. Regelmäßig melden sich auch Fahrgäste bei mir, die beklagen, dass die Kapazitäten auf ihrer Reise aufgrund einzelner ausfallender Fahrzeuge nicht ausreichend gewesen seien. Ich kämpfe deshalb seit Jahren dafür, dass der Zugverkehr auf der Residenzbahn endlich die auch vertraglich mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinbarte Qualität erreicht und auch das Fahrplanangebot verbessert wird. Große Hoffnungen hatte ich hier insbesondere auch darin gesetzt, dass mit dem Start von Stuttgart 21 die Fahrpläne komplett umgestaltet und neue Verbindungen geschaffen werden sollten. Mit den kürzlich bekanntgewordenen Verzögerungen droht das bisherige Chaos sich nun weiter über Jahre fortzusetzen. Insofern wird das Thema Bahnverkehr auch weiterhin ein Schwerpunkt meiner Arbeit bleiben.

Konkret auf ihre Frage bezogen, kann ich Ihnen sagen, dass dies zumindest für die Residenzbahn schon mehrfach diskutiert wurde. Schon im Jahr 2013 hatte mein Vorgänger als Enzkreisabgeordneter und heutige Pforzheimer Abgeordneter Dr. Hans-Ulrich Rülke diese Frage an das Verkehrsministerium gestellt (https://www.landtag-bw.de/resource/blob/223032/67f0e5204259677962c20b730c4d9f2f/15_3390_D.pdf). 2019 hatten er und ich das Thema dann noch einmal gemeinsam aufgeworfen (https://www.landtag-bw.de/resource/blob/245906/40015706604aa2aedcc9a7eca7e606a1/16_6589_D.pdf). Auch seitdem kommt das Thema immer wieder auf, bisher hat der grüne Verkehrsminister dies jedoch immer abgelehnt. Mit Blick auf die erneute Stuttgart 21-Verschiebung und die fortgesetzten Probleme auf der Residenzbahn, für die unter anderem auch die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn verantwortlich ist, halte ich es jedoch für sinnvoll, die Möglichkeit einer Freigabe des Fernverkehrs für Nahverkehrsticketinhaber auf diesem Abschnitt im Blick zu behalten und zumindest zu eruieren.

Wie die Situation beim RE90 zwischen Stuttgart und Nürnberg ist, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Sollte sie jedoch ähnlich sein, gelten meine Aussagen auch analog dazu.

Mit freundlichen Grüßen

Erik Schweickert

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