Irland, Estland, Zug: Niedrige Steuern, Rekordeinnahmen. Sie wollen laut eigener Aussage früher senken – woran scheitert es konkret, und welche Entlastungen kommen noch in dieser Wahlperiode?
Sehr geehrter Herr Güntzler,
Sie sagten im Juni 2025: „Kein Geheimnis, dass wir als Union die Steuersätze gern schon früher sinken lassen würden“ (bundestag.de).
Hintergrund:
– Irland: 12,5 % Körperschaftsteuer, 2024 Rekordeinnahmen von 28 Mrd. € (+18 %), Haushaltsüberschüsse, Aufbau eines 100-Mrd.-€-Staatsfonds.
– Estland: Flat Tax seit 1994, Haushaltsüberschüsse seit 2001, stark gesunkene Steuerhinterziehung.
– Kanton Zug: tiefste Steuern der Schweiz, 2023 Überschuss von 461 Mio. CHF, als erster Kanton Steuerrückvergütung an die Bürger, weitere Senkungen 2026–29 beschlossen.
– USA: Kapitalertragsteuersenkungen 1997/2003, Einnahmen +71 % bzw. 133 Mrd. $ über Prognose.
Das Muster: niedrigere Sätze, breitere Basis, mehr Einnahmen – durch Zuzug, Investitionen, Steuerehrlichkeit. Deutschland verliert derweil Leistungsträger und Unternehmen ans Ausland.
Teilen Sie die Einschätzung, dass sich gezielte Steuersatzsenkungen weitgehend selbst finanzieren können?
MFG
Florian P.
