Sind Sie für die Reform, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt ist?
Sehr geehrte Frau S.,
das Vorhaben der Bundesregierung, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, lehnen wir als Linke ab, denn es wird Menschen, die bereits jetzt (sozial und finanziell) benachteiligt sind, besonders hart treffen.
Die Lebenserwartung unterscheidet sich stark nicht nur zwischen den Geschlechtern und den Bundesländern. Faktoren wie niedriges Einkommen, schlechte Arbeitsbedingungen und Wohnsituation verringern die Lebenserwartung. Da ist die Koppelung des Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung schon zynisch: du bekommst später Rente, dafür aber auch für weniger Jahre, denn du stirbst früher.
Arbeiten bis zum Umfallen und weitere Erhöhungen der Regelaltersgrenze lehnen wir als Linke grundsätzlich ab. Stattdessen fordern wir, dass Beschäftigte ab 65 Lebensjahre abschlagsfrei in die Rente gehen können, sowie mit 60 nach 40 Beitragsjahren!
Außerdem brauchen wir endlich eine armutsfeste solidarische Mindestrente von 1.400 Euro.
Mit freundlichen Grüßen
Heike Sudmann