Sind sie dafür, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt wird?
Sehr geehrte Frau L.,
vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrer Frage an mich wenden.
Ich bin überzeugt, dass wir bei der Reform unserer Alterssicherung nicht länger Zeit verlieren dürfen. Der demografische Wandel stellt unser Rentensystem vor enorme Herausforderungen: Die Menschen werden erfreulicherweise älter und beziehen länger Rente, während gleichzeitig immer weniger Beitragszahler nachrücken. Ohne entschlossenes Handeln werden die Belastungen für die jüngeren Generationen und die Beitragszahler weiter steigen.
Die Rentenkommission hat deshalb ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt. Dazu gehört auch der Vorschlag, das Renteneintrittsalter künftig an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Diesen Vorschlag unterstütze ich ausdrücklich. Wer die gesetzliche Rentenversicherung dauerhaft sichern und Generationengerechtigkeit gewährleisten will, darf notwendige Reformen nicht immer weiter aufschieben.
Aus meiner Sicht sollten die Vorschläge der Rentenkommission nun zügig umgesetzt werden. Es wäre ein wichtiges Signal, wenn die erforderlichen gesetzlichen Änderungen noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht würden. Je länger wir warten, desto größer werden die finanziellen Herausforderungen und desto einschneidender werden die notwendigen Maßnahmen in der Zukunft ausfallen.
Dabei ist selbstverständlich, dass die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsrealitäten berücksichtigt werden müssen. Wer jahrzehntelang körperlich besonders belastende Arbeit geleistet hat, braucht weiterhin verlässliche und faire Übergangsregelungen. Gleichzeitig sollten wir diejenigen unterstützen, die gesund sind und freiwillig länger arbeiten möchten.
Für mich steht fest: Eine nachhaltige Rentenpolitik bedeutet, Verantwortung für die heutige und die kommenden Generationen zu übernehmen. Deshalb unterstütze ich die Vorschläge der Rentenkommission und setze mich für ihre zeitnahe Umsetzung ein.
Nochmals vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema.
Herzliche Grüße
Katja Strauss-Köster
