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Als Sprecherin für Bürgerrechte der Linksfraktion: Wie bewerten Sie die geplante De-facto-Abschaffung des IFG, und was unternimmt Ihre Fraktion konkret dagegen?

Ich stehe in der Oberstadt Siegen vor der bekannten Nikolaikirche. Um meinen Hals trage ich einen schönen roten Schal der Linken.
Katrin Fey
Die Linke
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Frage von Sascha L. •

Als Sprecherin für Bürgerrechte der Linksfraktion: Wie bewerten Sie die geplante De-facto-Abschaffung des IFG, und was unternimmt Ihre Fraktion konkret dagegen?

Sehr geehrte Frau Fey,

der Koalitionsausschuss (CDU/CSU/SPD) beschloss am 1.7.2026 eine Reform des Informationsfreiheitsgesetzes, die laut FragDenStaat, DJV und foodwatch einer faktischen Abschaffung gleichkommt: Nachweispflicht eines „berechtigten Interesses" statt bisheriger Voraussetzungslosigkeit, Ausschluss von Nicht-EU-Bürger:innen, Organisationen (u. a. FragDenStaat, Pro Asyl, Deutsche Umwelthilfe) und Journalist:innen, Wegfall der Gebührendeckelung, flächendeckende Schwärzung von Behördenmitarbeiter-Namen. Auch die Bundesdatenschutzbeauftragte warnt vor dem Verlust von zwanzig Jahren Informationsfreiheit.

Das Recht auf Informationszugang ist ein zentrales Bürgerrecht, genau Ihr Themenfeld als Sprecherin. Welche parlamentarischen Schritte plant Ihre Fraktion, und werden Sie sich im Innenausschuss aktiv gegen diesen Beschluss einsetzen?

Quellen: taz.de, fragdenstaat.de (Juli 2026).

Ich stehe in der Oberstadt Siegen vor der bekannten Nikolaikirche. Um meinen Hals trage ich einen schönen roten Schal der Linken.
Antwort von Die Linke

Die von der Bundesregierung geplante Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes ist der falsche Weg.

Demokratie lebt davon, dass staatliches Handeln überprüfbar ist. Das Informationsfreiheitsgesetz ermöglicht Journalist*innen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bürger*innen, genau hinzusehen und Missstände aufzudecken. Wer dieses Recht beschneidet, erschwert Kontrolle – und schwächt das Vertrauen in politische Entscheidungen. Als Sprecherin für Menschenrechte und Bürgerrechte lehne ich diese Pläne entschieden ab.

Wir brauchen nicht weniger Transparenz, sondern mehr. Statt Informationen zurückzuhalten, sollte der Staat sie grundsätzlich von sich aus veröffentlichen. Öffentliche Informationen sind kein Besitz der Regierung – sie gehören der Öffentlichkeit. Transparenz schafft Vertrauen. Geheimhaltung schafft Misstrauen. Deshalb gilt: Transparenz statt Geheimhaltung.

Dementsprechend werden wir uns gegen Einschränkungen des Informationsfreiheitsgesetzes einsetzen und den freien Zugang zu staatlichen Informationen weiterhin verteidigen.

Was möchten Sie wissen von:
Ich stehe in der Oberstadt Siegen vor der bekannten Nikolaikirche. Um meinen Hals trage ich einen schönen roten Schal der Linken.
Katrin Fey
Die Linke

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