Wie sollen ihrer Meinung nach, pflegebedürftige Menschen mit und ohne Demenz und ihre Angehörigen, zukünftig im Zuge des neuen Pflegeneuordnungsgesetz klarkommen?
Sehr geehrte Frau Fey, wir sind ein gemeinnütziger Verein in der Gemeinde Neunkirchen. Seit 2009 betreuen und versorgen wir ca. 270 vorwiegend ältere Menschen in ihren eigenen vier Wänden und ermöglichen ihnen so, dass sie lange selbst bestimmt zuhause leben können. Wir beschäftigen 130 Mitarbeiter, die vermeiden, dass diese Menschen in völliger Isolation und Einsamkeit leben, die dafür sorgen, dass die vorhandenen Alltagskompetenzen stabilisiert werden und die Angehörigen entlastet werden. Finanziert wird unser Angebot durch den Entlastungsbetrag und die Verhinderungspflege. Wir sind durch das Land NRW zugelassenes AzUiA seit 2009 und hegen die große Sorge, dass durch die Änderung beim Entlastungsbetrag und der Verhinderungspflege, die für die häusliche Versorgungssituation besonders wichtig sind, die Menschen unversorgt sind, vereinsamen und nur noch die stationäre Versorgung bleibt.
Bedenken sie es kann jeden in jedem Alter treffen.
Unterstützen sie uns!
B.G.
Sehr geehrte Frau G.,
vielen Dank für Ihr soziales Engagement und Ihre Anfrage zum Thema Pflegeversicherung.
Wir als Fraktion Die Linke im Bundestag fordern einen Umbau des bisherigen Systems der Pflegefinanzierung. Mit einer solidarischen Bürgerversicherung wollen wir für soziale Gerechtigkeit sorgen und die Pflegeversicherung dauerhaft stabil finanzieren. Alle Menschen - auch heute privat Versicherte - zahlen entsprechend ihrem Einkommen aus Löhnen, Honoraren und Kapitalerträgen in die Bürgerversicherung ein. So können notwendige Leistungsausweitungen solidarisch finanziert werden.
Ich unterstütze Ihr Anliegen, pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zuhause in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und betrachte dies als unser aller Aufgabe.
Am 07.05.2026 haben wir als Fraktion den Antrag „Pflegeversicherung solidarisch und bedarfsgerecht ausrichten“ gestellt, der gewiss in Ihrem Sinne sein wird. Nachzulesen hier: https://dserver.bundestag.de/btd/21/058/2105828.pdf.
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Fey
