Sie setzen sich für den Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung ein. Wie machen Sie das Thema sichtbar, wenn derzeit gekürzt und budgetiert wird?
Liebe Frau B.,
vielen Dank für Ihre Frage und die Darstellung Ihrer Perspektive. Mich erreichen viele Fragen, Mails und Schreiben zu genau diesem Thema.
Für uns in der Grünen Bundestagsfraktion ist klar: Wir halten die vom Erweiterten Bewertungsausschuss beschlossene Honorarkürzung für psychotherapeutische Leistungen für in dieser Form schwer nachvollziehbar.
Bereits heute sind Wartezeiten zu lang, der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung steigt und Praxen stehen unter wirtschaftlichem Druck. All das verschlechtert sich mit der Honorarkürzung.
Daher braucht es keine Vorschläge, die die Versorgungslage verschlechtern, sondern wir müssen sie verbessern. Hilfsangebote müssen schneller und niedrigschwelliger verfügbar sein, es braucht eine gezielte Bedarfsplanung für Kinder und Jugendliche, die Angleichung der Versorgung in Stadt und Land sowie der adäquateren Versorgung für Menschen mit schweren und chronischen psychischen Erkrankungen. Als Bundestagsfraktion haben wir dazu folgenden Antrag eingebracht: https://dserver.bundestag.de/btd/21/049/2104954.pdf
All das kann ohne Fachkräfte nicht funktionieren. Daher braucht es endlich die Absicherung der Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung.
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Uhlig
