Sehr geehrter Herr MdB Dr. von Notz, wie stehen Sie als stv. Vorsitzender des PKGr zu der Tatsache, dass das Deutsche Panzermuseum in Munster WK II "Spiele" an Jugendliche/Kinder offiziell verkauft ?
Link zu den Hintergründen meiner Eingangsfrage :
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/dietmar-bartsch/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-mdb-dr-bartsch-wie-stehen-sie-politisch-zu-der-tatsache-dass-vom-deutschen-panzermuseum
Als Ex-MAD'ler frage ich Sie ferner :
Würden Sie im PKGr vom MAD erwarten, dass Soldaten/-innen befragt werden müssen, wenn diese das Weltkriegsspiel kaufen, um die Vernichtung feindlicher WK-Hauptstädte (...wie etwa London, Paris oder Warschau) zu spielen ? :
https://merchandise.daspanzermuseum.de/alles/world-war-ii-trivia-game-englisch.html
Das Deutsche Panzermuseum wird aus dem Bundeshaushalt (Epl. 14 / BMVg) erheblich mitfinanziert :
Würden Sie im PKGr erwarten, dass das DPM (i.V.m.d. BMVg) politische Neutralität öffentlich zu wahren hat ?
Wie bewerten Sie die öffentlichen politischen Einlassungen seitens des DPM zur aktuellen US-Regierung & zur AfD, wie folgt (ab. Min. : 10:45) ? :
https://www.youtube.com/watch?v=e8VZHhTyIu0
MfG
Michael P.
Sehr geehrter Herr P,
haben Sie besten Dank für Ihre Frage und Ihr Interesse an meiner Arbeit. Über beides habe ich mich gefreut. Entschuldigen Sie bitte zugleich, dass ich Ihnen erst heute antworte.
Ich fand es in dieser Angelegenheit wichtig, mich auch einmal mit den Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs IV meiner Fraktion auszutauschen und Ihnen eine fundierte Antwort zu geben.
Gleichzeitig möchte ich betonen, dass ich Ihnen als stellvertretender Fraktionsvorsitzender meiner Fraktion und Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen antworte, da es sich hier in meinen Augen um keine originäre Angelegenheit des PKGr handelt.
Juristisch liegt hier keine Rechtswidrigkeit im engeren Sinne vor. Auch bezüglich des Jugendschutzes sind keine Anhaltspunkte für eine Indizierung nach § 18 JuSchG gegeben.
Dennoch halten auch wir den Verkauf des Spiels auch vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte in einem mit öffentlichen Fördermitteln geförderten Museum für Fehl am Platze.
Anders als so mancher meiner Kollegen, die Sie auch angeschrieben haben, haben wir es vorgezogen, das direkte Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen. Es freut uns sehr, dass man sich mittlerweile dafür entschieden hat, das Spiel aus dem Verkauf zu nehmen.
Mit besten Grüßen
Konstantin v. Notz
