2005 wurde im land NRW ein unesco Bisophärenrervat diskutiert niedersachsen hat zwei UNESCO bioshärenrervate Eltalauen und Wattenmeer Deshalb finde ich die Einrichtung von unesco Biosphärenrervate ric
für notwendig im Weserbergland mit dem ökologisch wichtigen Süntel und iht ich würde sie fragen ob sie dieses Vorhaben unterstützen evt auch Bisophärenrervat am internationalen Feuchtgebiet Steinhuder meer
Sehr geehrter Herr E.
vielen Dank für Ihre erneute Anfrage zu dieser Thematik. Wie ich Ihnen bereits auf eine frühere Anfrage hin mitgeteilt habe, setze ich mich als SPD-Bundestagsabgeordnete mit Nachdruck für den Schutz der einzigartigen Natur in unserem Schaumburger Land ein, und die von Ihnen angesprochenen Biosphärenreservate sind ein wichtiges Instrument moderner Naturschutzpolitik.
Biosphärenreservate sind nach dem UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ ausgewiesene Modellregionen, in denen beispielhaft erprobt wird, wie Naturschutz und nachhaltige Entwicklung miteinander in Einklang gebracht werden können. In Deutschland gibt es derzeit 18 Biosphärenreservate, von denen 17 auch international durch die UNESCO anerkannt sind. In Niedersachsen bestehen mit dem Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, dem Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer und dem erst kürzlich anerkannten Biosphärenreservat Drömling bereits drei dieser wertvollen Gebiete. Sie erfüllen wichtige Funktionen beim Schutz der biologischen Vielfalt und zeigen zugleich, dass nachhaltiges Wirtschaften und Naturschutz keine Gegensätze sein müssen. Die Voraussetzungen für die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat sind jedoch äußerst anspruchsvoll und umfassen unter anderem eine Mindestgröße von in der Regel 30.000 Hektar, eine klare Zonierung in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone sowie einen Antrag durch das zuständige Landesministerium, der auf Bundesebene durch das MAB-Nationalkomitee geprüft und dann an die UNESCO weitergeleitet wird.
Das von Ihnen ins Gespräch gebrachte Weserbergland mit dem Süntel ist zweifellos eine ökologisch wertvolle Region mit besonderer Bedeutung für den Naturschutz. Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, ist es wichtig, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger wie Sie weiterhin für den Schutz dieser besonderen Landschaft einsetzen. Für die Ausweisung eines Biosphärenreservats bedarf es jedoch eines langwierigen und komplexen Prozesses, der von Landesseite initiiert werden muss und eine breite Unterstützung in der Region voraussetzt. Die Entscheidung darüber liegt zunächst beim Land Niedersachsen, das ein entsprechendes Konzept entwickeln und die erforderlichen Schutz- und Managementmaßnahmen festlegen müsste. Auch beim Steinhuder Meer, das Sie ansprechen, handelt es sich bereits um ein internationales Ramsar-Feuchtgebiet von großer Bedeutung für den Vogelschutz, das seit 1979 diese Auszeichnung trägt. Es ist eingebettet in den Naturpark Steinhuder Meer, der über 65 Prozent seiner Fläche unter Landschaftsschutz stellt und damit bereits einen hohen Schutzstandard gewährleistet.
Selbstverständlich setze ich mich für den Schutz und die Weiterentwicklung wertvoller Naturlandschaften ein. Die Frage, ob im Weserbergland oder am Steinhuder Meer die Voraussetzungen für ein Biosphärenreservat gegeben sind, muss auf Landesebene geprüft werden, und dabei müssen neben den naturschutzfachlichen Kriterien auch die Interessen der Menschen vor Ort, die Flächenverfügbarkeit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aller Beteiligten berücksichtigt werden. Die Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen, dass solche Prozesse viel Zeit, Geduld und Kompromissbereitschaft erfordern und nur dann erfolgreich sind, wenn sie von einer breiten Mehrheit getragen werden.
Schreiben Sie mir bei weiteren Fragen hierzu gerne eine Mail: marja.voellers@bundestag.de
Mit freundlichen Grüßen,
Marja-Liisa Völlers, MdB
