Wann werden über die neue EU Richtleine, Blei-Angelköder gekennzeichnet, xx.xx.xxxx? Wie ist die Rechtelage und Praxis mit Blei in der kommerziellen Fischerei?

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Frage von Jan R. •

Wann werden über die neue EU Richtleine, Blei-Angelköder gekennzeichnet, xx.xx.xxxx? Wie ist die Rechtelage und Praxis mit Blei in der kommerziellen Fischerei?

Sie sitzen nicht wie Ihr Vorgänger, im Fischereisausschuss. Als Tierschützer wird Sie das Thema trotzdem interessieren.

Ich habe mich für ein Angelbleibeschränkung eingesetzt. Ab welchem Datum xx.xx.xxxxx greifen die neuen Regeln?

Was hätte besser bei der Bleieinschränkung geregelt werden müssen?

Ihre Kollegin Melanie Nerlich B90/G HH spricht das Thema Blei in der Kommerziellen Fischerei an. Wie ist Praxis und Gesetzeslage in der EU? Was sind Ihre Forderungen?

Welche Interessen vertreten Ihre Kollegen Siegbert Droese AFD und Niclas Herbst CDU im Fischereiausschuss (PECH)?

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Antwort von Tierschutzpartei

Tatsächlich bin ich stellvertretendes Mitglied im Fischereiausschuss, genauso wie Herr Everding es war. Der Schutz von Fischen, Wasservögeln und Gewässern ist mir besonders wichtig. Gesunde Gewässer sichern Artenvielfalt und wichtige Ökosystemleistungen wie Wasserreinigung und Kohlenstoffspeicherung. Damit tragen sie auch zum Klimaschutz bei. Gleichzeitig haben Tiere einen eigenen Wert. Ihr Schutz darf deshalb nicht allein davon abhängen, welchen Nutzen sie für uns Menschen haben.
Aus meiner Sicht hätte die von Ihnen angesprochene Beschränkung auch die Verwendung in der Freizeitfischerei erfassen müssen. Ein Verkaufsverbot allein lässt vorhandene Bleibestände weiter im Umlauf. Sichere Rücknahmeangebote würden den Umstieg erleichtern. Dabei müssen auch Ersatzmaterialien auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. Bleifrei bedeutet schliesslich nicht automatisch unschädlich.
Die geplante Regelung enthält zwar Verkaufs- und Nutzungsbeschränkungen, nimmt aber beispielsweise eingearbeitete Beschwerungen aus. Ich halte einen umfassenderen Ausstieg für notwendig. Dafür brauchen wir zunächst geeignete schadstoffarme Alternativen, praktikable Umstellungsfristen und eine sichere Rücknahme alter Ausrüstung. Entscheidend ist, dass tatsächlich weniger Blei in unsere Gewässer gelangt.
Für mich greift eine Politik zu kurz, die Tiere vor allem als wirtschaftliche Ressource oder als Konkurrenz betrachtet. Wir müssen die Belastungen der Gewässer insgesamt angehen: Nährstoffeinträge durch Abschwemmungen aus der Landwirtschaft, Industrieabwässer, Schadstoffe wie Blei, verlorene Fangnetze und Überfischung. Ich setze mich für gesunde Lebensräume und weniger Tierleid ein. Davon hängt auch die Zukunft der Küstenregionen ab. Wirtschaftliche Interessen müssen deshalb innerhalb ökologischer Grenzen bleiben. Daran messen wir auch die Vorschläge unserer Kolleginnen und Kollegen.

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