Wie stehen Sie zu einer Bundesratsinitiative für ein neues Berufsgesetz für Logopäden mit dem Ziel der Akademisierung? Der Beruf würde finanziell attraktiver und international kompatibler werden.
Sehr geehrte Frau Khalatbari,
anbei Links zur Gesetzesvorlage vom Arbeitskreis Berufsgesetz:
https://www.arbeitskreis-berufsgesetz.de/dokumente/
https://www.arbeitskreis-berufsgesetz.de/wp-content/uploads/2026/03/AK-Berufsgesetzvorlage-25-12-2025_DSD.pdf
Sehr geehrte Frau Z.,
vielen Dank für Ihre Anfrage und die Übersendung der Gesetzesvorlage. Als CDU-Fraktion Berlin nehmen wir das Anliegen zur Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsfachberufe sehr ernst.
Die Logopädie leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur medizinischen und therapeutischen Versorgung in unserer Stadt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und wachsender Anforderungen an eine evidenzbasierte Therapie ist eine kontinuierliche Modernisierung der Berufsgesetze notwendig.
Wir erkennen an, dass die Logopädie vor großen Herausforderungen steht, was die Attraktivität des Berufszweigs und den akuten Fachkräftemangel betrifft. Eine zukunftsfeste Ausgestaltung der Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen hat für uns Priorität, um qualifizierte Nachwuchskräfte langfristig in diesem Beruf zu halten.
Die Angleichung an europäische Standards und die Förderung einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung sind wichtige Aspekte. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass bewährte Säulen der praktischen Ausbildung nahtlos integriert bleiben und der Zugang zum Beruf niederschwellig und verlässlich gesichert ist.
Da es sich bei der Reform der Berufsgesetze um eine Materie handelt, die primär in die Gesetzgebungskompetenz des Bundes fällt, begleiten wir die aktuellen Diskussionen im Bund sowie die Beratungen zwischen den Ländern genau. Eine mögliche Bundesratsinitiative muss sorgfältig auf ihre praktischen Auswirkungen, die Finanzierbarkeit und die Trägerstrukturen hin evaluiert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Sandra Khalatbari MdA