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Sind Sie für die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung oder dagegen?

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Sarah Hagmann
BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN
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Frage von Sabrina K. •

Sind Sie für die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung oder dagegen?

Sehr geehrte Frau Hagmann, ich möchte eine Orientierung erhalten, wo Sie diesbezüglich stehen. Herzlichen Dank und freundliche Grüße Sabrina K.

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Frau K.,

vielen Dank für Ihre Frage. Zunächst einmal ist die Rentenreform ein gesetzlicher Rahmen, der auf Bundesebene beschlossen wird. Als Landtagsabgeordnete habe ich darauf nur bedingt Einfluss.

Richtig ist, dass das kürzlich veröffentlichte Papier der Rentenkommission eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung vorschlägt. Der Koalitionsausschuss hat sich zwar dafür ausgesprochen, die Vorschläge der Rentenkommission in den Bundestag einzubringen, dies ist jedoch noch nicht geschehen. Derzeit befindet sich noch kein konkreter Vorschlag im parlamentarischen Verfahren, der eine diesbezügliche Entscheidung vorsieht.

In diesem Zusammenhang finde ich die Position der Bundestagsfraktion der Grünen zum Thema Renteneintrittsalter sehr schlüssig: Sie setzt sich für flexible Übergänge ein. Wer länger arbeiten möchte, soll davon auch stärker profitieren. Es ist jedoch auch klar, dass nicht alle länger arbeiten können. Für diese Personen brauchen wir einen besonderen Schutz. Zugleich muss der Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung gelegt werden, damit möglichst viele Menschen gesund bis zum Renteneintrittsalter arbeiten können.

Aus meiner Sicht ist klar, dass junge Generationen nicht immer höhere Anteile ihres Einkommens für Rentenbeiträge aufwenden müssen. Mit Blick auf die demografische Entwicklung sollte aus meiner Sicht ein maßvoller Mechanismus für eine Entwicklung des Renteneintrittsalters – nur für diejenigen, bei denen dies gesundheitlich möglich ist – durchaus in Betracht gezogen werden. Dies sollte aber möglichst maßvoll und fair ausgestaltet werden. Nun sind die Bundesregierung und bei der Entscheidung dann auch der Bundestag am Zug. 

Mit freundlichen Grüßen

Sarah Hagmann MdL

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