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Wie stehen zu Schutz der krelinger heide zb Gefahr durch Gewerbegebiet und autobahnausbau und Reaktevierung des Bahnhofes Düshorn und S bahn bis Soltau von hannover

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Frage von Michael E. •

Wie stehen zu Schutz der krelinger heide zb Gefahr durch Gewerbegebiet und autobahnausbau und Reaktevierung des Bahnhofes Düshorn und S bahn bis Soltau von hannover

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr E.

ich freue mich sehr, dass Sie sich mit Ihren Fragen an mich gewandt haben. 

Mir ist bewusst, dass die Gewerbeentwicklung im Walsroder Autobahndreieck viele Menschen, die von den Auswirkungen eines neuen Gewerbegebietes betroffen wären, beschäftigt. Dafür habe ich großes Verständnis und bin überzeugt, dass die Anwohnerinnen und Anwohner in alle Entwicklungen im Rahmen des Möglichen einbezogen werden sollten. 

Klar ist, dass die Stadt Walsrode nach der nun weitestgehend vollständigen Belegung des A27-Parks prüfen muss, wo eine ergänzende Gewerbeentwicklung ermöglicht werden kann. Bei dieser Gewerbeentwicklung muss der Schwerpunkt auf der Ansiedlung von Betrieben liegen, die ihren unternehmerischen Schwerpunkt abseits der Logistikbranche haben und damit qualifizierte Arbeitsplätze für die Region schaffen. 

Für solche Ansiedlungen braucht es attraktive Flächen, für die auch Gebiete in der Gemarkung Krelingen infrage kommen. Im Jahr 2024 wurde in diesem Zusammenhang beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die klären soll, welche Entwicklungspotenziale möglich sind. Zugleich ist es wichtig, dass sowohl in einer solchen Machbarkeitsstudie als auch in allen Debatten bis hin zum Beschluss die Auswirkungen auf Artenvielfalt, Landschaftsbild, Umwelt und Wald nicht nur als Randthemen diskutiert werden, sondern in allen Entscheidungen Berücksichtigung finden. Hier müssen auch explizit der Schutz der Krelinger Heide und eine nachhaltige Umsetzung der verpflichtenden Ausgleichsmaßnahmen für versiegelte Flächen fokussiert werden. 

Überlegungen zur Reaktivierung des Bahnhofs in Düshorn für den Personennahverkehr (SPNV) sind mir nicht bekannt. Aus meiner Sicht ist es auch zumutbar, dass Menschen, die in Düshorn leben, ab Walsrode mit dem Zug fahren. Selbst dann, wenn eine individuelle Mobilität nicht möglich sein sollte, sind der Ortsteil Düshorn und die Walsrode Kernstadt durch Linienbusse und den regelmäßig verkehrenden Bürgebus verbunden. Auf diesem Weg sind die Düshornerinnen und Düshorner an den Regionalverkehr angebunden und zugleich wird sichergestellt, dass eine möglichst schnelle Anbindung von Walsrode nach Hannover, ohne eine Vielzahl an Haltestellen, auch weiterhin besteht. 

Eine S-Bahn-Verbindung von Hannover bis nach Soltau halte ich nach aktuellem Kenntnisstand nicht für besonders zielführend. Aus meiner Sicht ist die konsequente Umsetzung der von der LNVG aufgelegten „SPNV-Konzepte 2030+/2040+“ nötig. Die dort formulierten Ziele, wie die Verdopplung der Fahrgastzahlen durch dichtere Takte und den Fokus auf die Schaffung neuer Strecken und die Reaktivierung stillgelegter Strecken sowie die allgemeine Verbesserung der Qualität im Betrieb durch die Aufwertung bestehender Infrastruktur, halte ich für sehr zielführend. Als Mitglied des Niedersächsischen Landtags werde ich die Umsetzung dieser Konzepte engmaschig begleiten und bin überzeugt, dass insbesondere auch der Heidekreis von den dort formulierten Maßnahmen massiv profitieren wird. 

Gerne stehe ich Ihnen für einen weitergehenden Austausch, unter info@sebastian-zinke.de, zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüßen 

Sebastian Zinke

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