Ich als betroffene Person in der laufenden Diskussion zum Thema Psychotherapie frage wie soll es weiter gehen mit der Psychotherapeutischen Versorgung?
Sehr geehrte Herr Seidler,
Ich hätte nie gedacht das ich hier mal schreiben würde. Gerade brennt die Diskussion zum Thema psychotherapeutische Versorgung in Deutschland. Ich frage wie es weiter gehen soll. Ich habe damals SSW gewählt weil sie viele richtige Ziele haben. Nun bitte ich sie für uns was zu tun. Ich bin seit 2023 arbeitunfähig wegen Psychischer Erkrankungen. Ich falle im Moment durch alle Raster, sei es finanziellen oder sozial. Ich finde keine Therapeuten. Dadurch lande ich immer mehr im sozialen Abseits. Mein Sohn braucht ebenfalls dringens psychologische Hilfe und erhält diese nicht weil es keine gibt. Man vertröstet uns mit Wartezeiten von 1 Jahr und mehr. Mein Sohn rutscht dadurch in die soziale Isolation weil er keine Hilfe bekommt. Er ist 7 Jahre alt und leidet jetzt schon extrem darunter.
Wie soll aus ihm ein gesunder Erwachsener werden, wenn er jetzt keine Hilfe erhält. Stimmen sie gegen das Gesetz und Stimmen sie für einem Ausbau
Hochachtungvoll Astrid F.
Sehr geehrte Frau F.,
Ihre Bedenken teile ich ausdrücklich. Die debattierten Kürzungen im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung halte ich für nicht hinnehmbar. Ganz im Gegenteil sollte die Finanzierung in der psychotherapeutischen Versorgungslage erheblich ausgebaut werden. Wir sollten dringend Vergütungen und Kapazitäten für TherapeutInnen sichern bzw. ausbauen. Wir brauchen mehr Psychotherapieplätze, deutlich kürzere Wartezeiten und den Ausbau von Online-Therapieangeboten – und für die langfristige Finanzierung dieser Zielsetzung steht auch der Bund in der Verantwortung.
Ich wünsche Ihnen alles Gute.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Seidler
