Welche konkreten, zeitnahen Maßnahmen gibt es in der Landespolitik gegen Ärztemangel?
Sehr geehrte Frau Drese,
mit der derzeitigen Gesundheitspolitik - keine Facharzttermine, Ärztemangel, kaum Landärzte - wird wahlpolitisch der AfD in die Hände gearbeitet.
Ist Ihnen das bewusst?
Und vor allem welche zeitnahen, wirkungsvollen Strategien haben Sie dagegen?
Mit freundlichen Grüßen,
ein (noch)SPD-Wähler
Sehr geehrte Frau S.,
vielen Dank für Ihre Frage. Sehr gern stehe ich Ihnen in meinem Büro zu einem Austausch bereit.
Freundliche Grüße
Stefanie Drese
Sehr geehrte Frau S.,
vielen Dank für Ihre Frage.
In diesem Jahr wurde vom Landtag das Gesetz zur Begegnung der medizinischen Unterversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen beschlossen und als wichtige Initiative hervorgehoben, die einer sich zuspitzenden Diskrepanz gezielt entgegenwirkt. Es weitet die frühere Landarztquote aus, erhöht die Zahl der Humanmedizin-Studienplätze über diese Quote auf bis zu 42 und schließt nun auch Zahnmedizin, Pharmazie sowie den Öffentlichen Gesundheitsdienst mit ein. Rund zehn Prozent der Studienplätze in Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie werden über eine Vorabquote vergeben und damit Ausweitung der Landarzt- und Berufsquote.
Pro Hausarzt oder Hausärztin werden 1.149 Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern versorgt. Das liegt unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1.264 Einwohnern.
Freundliche Grüße
S. Drese
