Warum wird die Antifa trotz ihrer angeblichen Dezentralität nicht als mögliches Netzwerk untersucht, das Gewalt und Ausfälle einzelner Gruppen über andere Gruppen auffangen kann?
Sehr geehrter Herr Brandner,
bei der Antifa heißt es oft, sie sei nur ein loser Zusammenschluss einzelner Gruppen. Genau das sehe ich kritisch. Fällt eine Gruppe wegen Gewalt auf, kann man sich von ihr distanzieren, während andere weitermachen. So könnte ein Netzwerk trotz des Ausfalls einzelner Teile bestehen bleiben.
Ich möchte wissen: Wer arbeitet mit wem zusammen? Gibt es gemeinsame Personen, Geldquellen, Räume, Internetseiten, Chatgruppen oder gemeinsame Aktionen? Fließen staatliche Fördergelder über NGOs oder andere Vereine indirekt in solche Strukturen?
Warum wird nicht genauso wie bei der SA untersucht, wie diese Gruppen tatsächlich organisiert sind, zusammenarbeiten und mit politischen Gegnern umgehen? Mich interessieren keine Selbstdarstellungen, sondern überprüfbare Fakten.
Falls solche Netzwerke bestehen: Wie verhindert der Staat, dass ihre angebliche Dezentralität eine Gesamtbetrachtung verhindert oder staatliche Förderung indirekt politische Gewalt unterstützt?