Haben Sie persönlich jemals mit palliativ Patienten persönlich über ihren Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende von Angesicht zu Angesicht gesprochen?
Sie und die CDU lehnen bei der Regelung der Sterbehilfe grundsätzlich aktive Sterbehilfe ab. Bei einer Frage aus dem Jahr 2025 legten Sie dar, dass man mit großer Ernsthaftigkeit an das Thema in dieser Legislaturperiode herangehen wird. Sie verweisen auf eine Hospizlösung. In Anbetracht der Pflegesituation ist das keine realistische Lösung, erst Recht nicht in der Zukunft. Und es lässt den Sterbewillen schwerst Kranker völlig unberücksichtigt.
Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Hinweise zur Situation in Pflege, Palliativmedizin und Hospizen. Auch aufgrund regelmäßiger persönlicher Kontakte zu einem Hospiz in meinem Wahlkreis weiß ich sehr gut, wie belastend diese Realität für Betroffene und Angehörige ist. Ich halte am Schutz des Lebens und an der Ablehnung aktiver Sterbehilfe fest, setze mich aber zugleich dafür ein, Palliativ- und Hospizangebote deutlich auszubauen, damit schwerstkranke Menschen gut begleitet, schmerzfrei und in Würde sterben können. Ihr Hinweis, den Sterbewillen schwerstkranker Menschen ernst zu nehmen, werde ich in die weiteren politischen Beratungen mitnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
