Können Sie helfen? Was tun Sie, um die humanitären Forderungen von „Ärzte ohne Grenzen“ nach medizinischen Evakuierungen schwerstverletzter, todkranker Kinder aus Gaza nach Deutschland umzusetzen?
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/unsere-arbeit/einsatzlaender/palaestinensische-autonomiegebiete
Die Schweizer Regierung ermöglichte bisher die Rettung von 20 Kindern laut Ärzte ohne Grenzen über Amman in Jordanien. Bis heute starben ca. 900 Patient/innen – darunter 137 Kinder – der Warteliste für eine medizinische Evakuierung, die noch mehr als 15.000 Menschen beinhaltet. Kommunen in Deutschland wollen Kinder nehmen. Was tun Sie, damit das möglich wird?
Sehr geehrte Frau L.,
es ist sehr zu begrüßen, dass sich auch verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen für die notleidenden Menschen in Gaza engagieren.
Auch die Bundesregierung nutzt ihre humanitären und diplomatischen Möglichkeiten, um bilateral und multilateral substanzielle Versorgungsfortschritte zu ermöglichen. Dabei arbeiten wir selbstverständlich auch mit sog. NGO wie „Ärzte ohne Grenzen“ und anderen konstruktiv zusammen. Dafür, dass wir uns die Forderungen solcher Hilfsorganisationen nicht zu eigen machen und stattdessen das große Ganze im Blick haben müssen, haben Sie sicherlich Verständnis.
Persönlich erachte ich es für alle Seiten als sinnvoll, eine Versorgung vor Ort in Eigenregie zu ermöglich. Das dürfte den Menschen in Gaza mittel- und langfristig am meisten nutzen. Damit dies gelingen kann, sind weiterhin viele diplomatische Gespräche nötig. Wir setzen alles daran, einen dauerhaften Frieden zu ermöglichen und die aktuelle Fragilität zu überwinden.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
