Welche Priorität räumt die Regierung der Armutsbekämpfung in Deutschland ein? Sieht die Regierung einen Grund für die schlechten Umfragewerte des Kanzlers im steigenden Armutsrisiko?
Laut statistischem Bundesamt sind aktuell über 21% der Menschen in Deutschland von Armut bedroht. Jedes siebte Kind gilt als armutsgefährdet. Und das Risiko für Altersarmut steigt laut Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung über die Zeit an, besonders für Menschen in Ostdeutschland.
1. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Lebensbedingungen-Armutsgefaehrdung/_inhalt.html
2. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25_N065_63.html
3. https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Entwicklung_der_Altersarmut_bis_2036.pdf
Sehr geehrter Herr A.,
die Sorge um Armut in Deutschland nehmen wir sehr ernst; gerade Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen mit kleinen Renten brauchen verlässliche Perspektiven. Die Armutsbekämpfung hat für die Bundesregierung hohe Priorität. Gleichzeitig ist wichtig, dass wir Armut vor allem durch bessere Chancen auf Arbeit, Qualifizierung und faire Löhne bekämpfen und nicht vor allem durch immer neue Transfers. Einen Zusammenhang zwischen Armutsrisiko und den Umfragewerten des Kanzlers kann ich nicht erkennen. Klar ist aber: Wenn Menschen den Eindruck haben, dass der Staat ihre Sorgen nicht ausreichend löst, belastet das das Vertrauen in die Politik insgesamt.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Frei
