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Wie wollen Sie echte Vermögensbildung ermöglichen, wenn Bildungschancen und Startbedingungen weiterhin so stark von Herkunft und Vermögen der Eltern abhängen?

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Thorsten Frei
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Frage von Hans K. •

Wie wollen Sie echte Vermögensbildung ermöglichen, wenn Bildungschancen und Startbedingungen weiterhin so stark von Herkunft und Vermögen der Eltern abhängen?

Sehr geehrter Herr Frei,

in ihrer letzten Antwort schrieben Sie, dass Sie „den Schwerpunkt auf Wachstum, Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen sowie bessere Rahmenbedingungen für Vermögensbildung, statt auf immer neue Umverteilungsdebatten {...} setzen möchten.“

Zahlreiche Veröffentlichungen (BMFSFJ,bpb...) zeigen jedoch, dass Einkommens-, Vermögens- und Lebenslagen in Deutschland weiterhin in hohem Maße von der sozialen Herkunft abhängen. Faktoren wie Bildungsniveau der Eltern, Erbschaften, sozioökonomischer Status, aber auch Geschlecht oder Migrationshintergrund beeinflussen nachweislich Bildungswege und spätere Einkommenschancen.

Welche konkreten Maßnahmen schlagen Sie vor, um die nachweislich ungleichen Ausgangsbedingungen von Kindern – insbesondere im Bereich Bildung und früher Förderung – so zu verbessern, dass Vermögensbildung tatsächlich für breite Bevölkerungsschichten realistisch und nicht primär denjenigen zugutekommt, die bereits über Ressourcen haben.

MfG

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr K.,

mir ist es ein echtes Anliegen, Chancengleichheit durch bessere Bildung zu fördern – z. B. mehr bezahlte Bildungszeit in Kitas, kleinere Klassen in Brennpunktschulen und Ausbau von Sprachkursen ab dem Kita-Alter. Konkrete Ansätze können u.a. Lehrer- und Personalausbau, frühe Förderprogramme für benachteiligte Kinder und auch Lernumgebungen sein, die den Erkenntnissen und (technischen) Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts gerecht werden und sich auch bewährt haben. So sollen Aufstiegschancen für breite Schichten wachsen, kombiniert mit wirtschaftlichem Wachstum und spürbaren Entlastungen. Klar ist aber auch, dass Bildung in unserem föderalen System aus historischen Gründen Ländersache ist und ebenso, dass der Staat nicht die Aufgabe von Eltern ersetzen kann, auf die es heute wie in Zukunft trotz gleicher Startchancen immer ganz zentral ankommen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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