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Wie stehen Sie zum GKV-BStabG? Unser MVZ droht durch TSVG-Streichung und Facharzt-Zusatzvergütungsausfall Stellen und Termine zu verlieren – die Versorgung bricht weg.

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Wolfgang Stefinger
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Frage von Evagelos K. •

Wie stehen Sie zum GKV-BStabG? Unser MVZ droht durch TSVG-Streichung und Facharzt-Zusatzvergütungsausfall Stellen und Termine zu verlieren – die Versorgung bricht weg.


Sehr geehrter Herr Dr. Stefinger,
unser MVZ St. Cosmas versorgt Kassenpatienten in Allgemeinmedizin, Gastroenterologie, Neurologie und Psychiatrie – Fachrichtungen, für die es in der Region kaum Alternativen gibt.
Durch das GKV-BStabG verlieren wir konkret:
– Die TSVG-Vergütung für offene Sprechstunden entfällt ersatzlos.
– Die fachärztlichen Zusatzvergütungen in Neurologie und Psychiatrie werden gekürzt.
-Leistungen in Gastroenterologie werden gekürzt.
Die Verluste treffen uns gleichzeitig, auf eine durch frühere Reformschritte bereits geschwächte wirtschaftliche Basis. Wir müssen Stellen abbauen – und damit zwingend auch Termine reduzieren. Patienten, die heute schon Wochen warten, warten dann noch länger. Manche finden keinen Termin mehr.
Das ist kein abstraktes Risiko. Das ist die konkrete Rechnung, die das Gesetz uns aufzwingt , in der Umgebung Ihres Wahlkreises.

Wir bitten Sie: Stimmen Sie gegen das Gesetz in seiner jetzigen Form.

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr K.,

haben Sie vielen Dank für Ihre Schilderungen.

Die Sicherstellung einer verlässlichen ambulanten Versorgung ist ein zentrales Anliegen - mögliche negative Auswirkungen auf Patientenversorgung und Verfügbarkeiten werden von mir und meinen Kollegen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag sehr ernst genommen.

Die Beratungen zum Beitragsstabilisierungsgesetz dauern derzeit an. Dabei wird auch intensiv diskutiert, wie die notwendige finanzielle Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung mit einer funktionierenden Versorgung vor Ort in Einklang gebracht werden kann. Erzählungen wie die Ihre müssen dabei selbstverständlich in die politischen Abwägungen einbezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Stefinger, MdB

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