| Name Absteigend sortieren | Fraktion | Wahlkreis | Stimmverhalten | |
|---|---|---|---|---|
| | Christine Anderson | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | Rasmus Andresen | Grüne/EFA | Dafür gestimmt | |
![]() | Anja Arndt | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | René Aust | ESN | Nicht beteiligt | |
| | Katarina Barley | S&D | Nicht beteiligt | |
| | Arno Bausemer | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | Hildegard Bentele | EVP | Nicht beteiligt | |
![]() | Sibylle Berg | fraktionslos | Nicht beteiligt | |
| | Stefan Berger | EVP | Nicht beteiligt | |
| | Gabriele Bischoff | S&D | Enthalten | |
| | Michael Bloss | Grüne/EFA | Dafür gestimmt | |
| | Damian Boeselager | Grüne/EFA | Dafür gestimmt | |
| | Irmhild Boßdorf | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | Markus Buchheit | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | Udo Bullmann | S&D | Enthalten | |
| | Delara Burkhardt | S&D | Enthalten | |
| | Petr Bystron | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | Anna Cavazzini | Grüne/EFA | Dafür gestimmt | |
| | Vivien Costanzo | S&D | Enthalten | |
![]() | Tobias Cremer | S&D | Enthalten | |
| | Fabio De Masi | fraktionslos | Dafür gestimmt | |
| | Özlem Demirel | The Left | Dafür gestimmt | |
| | Christian Doleschal | EVP | Dafür gestimmt | |
| | Siegbert Droese | ESN | Dagegen gestimmt | |
| | Lena Düpont | EVP | Nicht beteiligt |
Gleichstellung der Geschlechter in der Pflege sicherstellen
Das EU-Parlament hat einen Bericht zur Gleichstellung der Geschlechter im Pflege- und Betreuungsbereich angenommen. Die Abgeordneten fordern darin verschiedene Maßnahmen, um die ungleiche Verteilung von Pflege- und Betreuungsarbeit zwischen Männern und Frauen zu verringern und die Pflege langfristig besser abzusichern.
Konkret spricht sich das Parlament dafür aus, dass unbezahlte Pflegearbeit künftig stärker in Renten- und Sozialversicherungssystemen berücksichtigt wird. Zudem sollen Informationskampagnen traditionelle Rollenbilder abbauen und Männer stärker dazu ermutigen, einen gleichberechtigten Anteil an Pflege- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen. Die Abgeordneten setzen sich außerdem für eine sogenannte „Care-Gesellschaft“ ein, die häusliche Dienste, generationsübergreifende Solidarität und ein selbstbestimmtes Leben stärker in den Mittelpunkt stellt.
Darüber hinaus fordert das Parlament ein „Europäisches Statut für Pflegekräfte“, mit dem Pflegeberufe stärker anerkannt und EU-weite Mindeststandards geschaffen werden sollen. Auch bessere Arbeitsbedingungen, faire Löhne und mehr Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte im Pflegebereich werden gefordert. Darüber hinaus betonen die Abgeordneten, dass der Zugang zu Pflege und Betreuung ein Grundrecht sei und angesichts des demografischen Wandels eine nachhaltige Finanzierung benötige. Die EU-Mitgliedstaaten sollen deshalb mehr in hochwertige und bezahlbare Pflegeangebote investieren.
Hintergrund des Berichts ist, dass Pflege- und Betreuungsarbeit in Europa weiterhin überwiegend von Frauen übernommen wird, sowohl unbezahlt im privaten Umfeld als auch im Beruf. Nach Ansicht des Parlaments trägt dies wesentlich zu Unterschieden bei Einkommen, Berufschancen und Altersvorsorge zwischen Männern und Frauen bei.
Achtung: Die rechts dargestellten Abstimmungsergebnisse spiegeln nur das Abstimmungsverhalten der 96 deutschen EU-Abgeordneten wider und nicht das aller 720 EU-Abgeordneten.
Der Bericht wurde insgesamt mit 263 Ja-Stimmen zu 83 Nein-Stimmen bei 154 Enthaltungen angenommen. Von den deutschen EU-Abgeordneten stimmten 36 dafür und 16 dagegen. Es gab 24 Enthaltungen.
