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Hallo, mein Name ist Ingo S. und ich würde von Ihnen gerne wissen, ob sie für die Abschaffung der Haltefrist bei Kryptowerten, insbesondere bei Bitcoin sind?

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Frage von Ingo S. •

Hallo, mein Name ist Ingo S. und ich würde von Ihnen gerne wissen, ob sie für die Abschaffung der Haltefrist bei Kryptowerten, insbesondere bei Bitcoin sind?

Da die Aussichten auf eine ausreichende Rente im Alter immer schlechter werden, sorge ich seit vielen Jahren vor und habe in Aktien, Betriebsrente und auch in Bitcoin investiert. Leider musste ich immer wieder erleben, dass es mir von Seiten der Politik, durch Steuererhöhungen und Wegfall von Haltefristen, der Vermögensaufbau erschwert wurde. Ich bin nicht alleine mit der Meinung, dass die arbeitende Bevölkerung und die Sparer für die Fehler der Politiker, der letzten 20 Jahre bezahlen müssen. Die CDU war bisher gegen die Abschaffung der Haltefrist bei Bitcoin und Kryptowerten. Es entsteht jedoch gerade der Eindruck, dass Ihre Partei stark unter dem Diktat der SPD( eine kleine Minderheit) steht. Wird die CDU auf Bundesebene dem Gesetzentwurf der SPD zustimmen und die Haltefrist abschaffen? Das würde mich und meine Frau sehr enttäuschen, da wir seit über 40 Jahren ohne Unterbrechung hart arbeiten. Sie würden auf jeden Fall zwei CDU Wähler verlieren.
Mit freundlichen Grüßen
Ingo S.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr Ingo S.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie Ihre Beweggründe geschildert haben.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich bislang klar gegen die Abschaffung der einjährigen Haltefrist für Kryptowährungen wie Bitcoin ausgesprochen. Ich persönlich halte diese Position ebenfalls für richtig und bin der Ansicht, dass es dabei bleiben sollte.

Aus meiner Sicht würde die Abschaffung der Haltefrist die steuerrechtliche Systematik unnötig verändern. Zudem würden Kryptowährungen gegenüber anderen privaten Anlageformen wie Gold oder Fremdwährungen ohne sachlichen Grund schlechter gestellt.

Ich kann nachvollziehen, dass Menschen die sich ausgiebig mit Kryptowährung wie Bitcoin beschäftigt haben, darauf als langfristige Geldanlage und als Ergänzung zur privaten Altersvorsorge nutzen. Gleichwohl sollte auch hier jedem das Risiko bewusst sein. Grundsätzlich sind planbare steuerliche Rahmenbedingungen wichtig. Wer seine Investitionsentscheidungen auf Basis der geltenden Rechtslage trifft, sollte sich grundsätzlich auch darauf verlassen können.

Eine rückwirkende Änderung der Besteuerung bereits erworbener und langfristig gehaltener Kryptowährungen könnte den verfassungsrechtlich geschützten Vertrauensschutz der Anleger berühren. Auch deshalb konnten sich vermutlich entsprechende Vorschläge zur Abschaffung der Haltefrist bislang nicht durchsetzen. Es liegt nun an den Kolleginnen und Kollegen in Berlin eine tragfähige Lösung herauszuarbeiten.

Herzliche Grüße
Andreas Hein

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