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Homöopathie und Heilpraktiker: Ihre Position vor der Wahl am 8. März

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Andreas Stoch
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Frage von Christian B. •

Betreff:
Homöopathie und Heilpraktiker: Ihre Position vor der Wahl am 8. März

Frage:
Wie positionieren Sie sich vor der Landtagswahl am 8. März zur künftigen Rolle der Homöopathie und des Heilpraktikerberufs im deutschen Gesundheitssystem?

An welchen fachlichen, wissenschaftlichen oder gesundheitspolitischen Grundlagen orientieren Sie diese Position? MfG und Danke für die Antwort, Ihr Christian B., Blogger Homoeopathiewatchblog.de

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Viele Patientinnen und Patienten vertrauen auf Homöopathie und auf die Leistungen von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern. Dieses Vertrauen respektiere ich. Für mich ist entscheidend, dass solche Angebote weiterhin möglich sind – jedoch klar als ergänzende Leistungen „on top“ zum staatlichen Gesundheitssystem und nicht als Ersatz für wissenschaftlich fundierte Diagnostik und Therapie.

Die gesundheitspolitische Leitlinie bleibt für mich eindeutig: Unsere Entscheidungen müssen sich an den aktuellen Erkenntnissen der evidenzbasierten Medizin sowie der Gesundheits- und Pflegewissenschaft orientieren. Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das Patientensicherheit, Wirksamkeit von Behandlungen und Transparenz in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehört auch, dass medizinische Leistungen, die aus Beitragsmitteln finanziert werden, einem wissenschaftlich nachvollziehbaren Nutzenkriterium genügen.

Vor diesem Hintergrund ist mir die klare Abgrenzung wichtig: Komplementäre Verfahren können eine individuelle Rolle spielen, die Grundlage der Regelversorgung muss jedoch die wissenschaftlich überprüfte Medizin bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Stoch

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