Was tuen Sie dafür, dass die Bundesregierung gegen die Chatkontrolle stimmt?
Sehr geehrte Frau A.,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Das Vorhaben der EU, anlasslose Chatkontrollen einzuführen, wird aktuell nicht weiterverfolgt. Dies liegt auch daran, dass die Bundesrepublik Deutschland im Europäischen Rat gegen die Umsetzung von anlasslosen Chatkontrollen gestimmt hat.
Bereits 2022 hat die saarländische Landesregierung gemeinsam mit den anderen Ländern über den Bundesrat schwerwiegende Bedenken gegenüber der anlasslosen Chatkontrolle geäußert und die Bundesregierung darum gebeten, sich dafür einzusetzen, dass zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch effektive und zielgerichtete Maßnahmen geschaffen werden und zugleich das Recht auf Vertraulichkeit der privaten Kommunikation auch zukünftig im höchsten Maße beibehalten wird.
Ich bin froh, dass auch die Bundesregierung dieser Haltung des Bundesrates gefolgt ist und spreche mich dafür aus, dass diese Grundsätze bei den weiteren Verhandlungen zur Verordnung auf EU-Ebene Berücksichtigung finden.
Mit freundlichen Grüßen
Anke Rehlinger, MdL
