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Hallo Frau Bas, warum werben wir nicht wieder Menschen aus Süd Korea an, z.B. Krankenschwestern und Pfleger wie in den 70ger Jahren??? Mit denen gab es meines Wissens nie Probleme wed. relig. noch pol

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Frage von michael s. •

Hallo Frau Bas, warum werben wir nicht wieder Menschen aus Süd Korea an, z.B. Krankenschwestern und Pfleger wie in den 70ger Jahren??? Mit denen gab es meines Wissens nie Probleme wed. relig. noch pol

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Sehr geehrter Herr S.

die groß angelegten Anwerbeabkommen Deutschlands mit anderen Staaten in den 1950er und 1960er Jahren erfolgten vor dem Hintergrund des deutschen Wirtschaftswunders und dem damit verbundenen hohen Bedarf an Arbeitskräften insbesondere in der Landwirtschaft, im Bergbau, im Straßenbau und in der Industrie. Mit der 1973 weltweit ausgelösten Ölpreiskrise entschied sich die Bundesregierung den Zuzug weiterer Arbeitskräfte durch einen Anwerbestopp für Menschen aus Nicht-EG-Staaten zu begrenzen, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu vermeiden.

Um dem aktuellen Fachkräftemangel zu begegnen, hat die Bundesregierung mit der Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes viele Erleichterung für einwanderungsinteressierte Menschen aus Nicht-EU-Ländern, also auch aus Südkorea, geschaffen. Mehr Informationen zu den gesetzlichen Neuregelungen finden Sie auf https://www.make-it-in-germany.com/de/visum-aufenthalt/fachkraefteeinwanderungsgesetz. Das Interesse an diesen Einwanderungswegen ist auch ohne staatliche Anwerbung groß. 

Gerade im Bereich der Pflege nimmt Deutschland auf diesen Wegen viele Fachkräfte aus Drittstaaten auf. Derzeit arbeiten rund 350.000 ausländische Pflegekräfte in Deutschland, davon 205.00 in der Krankenpflege und 148.000 in der Altenpflege. Der Anteil der Beschäftigten in den Pflegeberufen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit liegt damit bei rund 20 Prozent.

Ergänzend zur selbstgesteuerten Migration wirbt die Bundesagentur für Arbeit in sogenannten Fokusländern innerhalb von Programmen an. Die Bundesagentur für Arbeit bestimmt dabei die Länder außerhalb der Europäischen Union, in denen sie ein besonderes Potenzial für Anwerbeaktivitäten zur Gewinnung von Fachkräften sieht, anhand einer kriterien- und datenbasierten Länderpotenzialanalyse. Zu diesen Kriterien gehört auch eine günstige demographische Entwicklung in den einzelnen Anwerbeländern. Gemäß dieser Länderpotentialanalyse ist Südkorea, dessen Bevölkerung eher kleiner wird, aktuell nicht als Fokusland der Bundesagentur für Arbeit (BA) eingestuft. 

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Bas 

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