Warum sind Sie überhaupt in der SPD?
Sehr geehrte Frau G.,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich beantworte sie gern, auch wenn ich vermute, dass sie nicht ganz freundlich gemeint war.
Ich bin 1988 in die SPD eingetreten, weil ich damals gesehen habe: Die SPD ist die Partei, die für Menschen wie mich Politik macht. Ich habe die Hauptschule besucht, eine Ausbildung zur Bürogehilfin bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft gemacht und viele Jahre ganz normal gearbeitet. Dass jemand mit diesem Lebenslauf Ministerin werden kann, ist das Ergebnis von Aufstiegschancen, für die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lange gekämpft haben: gute Schulen, Löhne, von denen man leben kann, und ein Sozialstaat, der in Notlagen unterstützt.
Ich weiß, dass viele mit der SPD hadern. In einer Koalition mit der Union gibt es Kompromisse, und nicht jeder davon fällt leicht. Aber ich bin überzeugt, dass es für unsere Partei aktuell der einzige Weg ist, in dieser Koalition Verantwortung für unser Land zu übernehmen. Unser Anspruch ist damals wie heute, dass die Lebensleistung von Menschen zählt, die nicht mit einer starken Lobby im Rücken durchs Leben gehen. Daran arbeite ich, und daran können Sie mich messen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas
