Sind Sie für die Reform, dass das Rentenalter an die Lebenserwartung gekoppelt ist?
Sehr geehrte Frau S.,
haben Sie vielen Dank für ihre Anfrage. Grundsätzlich unterstütze ich den Vorschlag der Rentenkommission, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Der demographische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen. Die Lebenserwartung der Menschen nimmt zu, die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den Ruhestand und zu wenig junge Menschen rücken in den Arbeitsmarkt nach. Somit kommen immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentnerinnen und Rentner. Unser Ziel ist es einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen zu schaffen, ohne dass die Renten sinken oder die Beiträge steigen. Damit können wir das Umlagesystem, durch die die gesetzliche Rente überwiegend finanziert wird, im Gleichgewicht halten.
Die bedeutet jedoch nicht, dass sich der Erwerb auf die gesamte Lebenszeit ausrichten soll. Mir ist bewusst, dass sich nicht jeder Beruf dafür eignet, bis ins hohe Alter ausgeübt zu werden. Selbstverständlich darf eine Anhebung des Renteneintrittsalter nicht zulasten diejenigen gehen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Tätigkeit nicht weiter ausüben können. Dafür werden wir tragfähige Lösungen erarbeiten. Unser Ziel besteht nicht darin, Menschen unabhängig von ihrer gesundheitlichen Situation länger arbeiten zu lassen, sondern ein stabiles Rentensystem zu erhalten, dass sowohl für die kommenden Genrationen finanzierbar bleibt, aber auch ebenso die heutigen Rentnerinnen und Rentner stützt.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph de Vries
