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Welche konkreten Sofortmaßnahmen ziehen Sie aus den Folgen extremer Hitze?

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Christoph Ploß
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Frage von Nina S. •

Welche konkreten Sofortmaßnahmen ziehen Sie aus den Folgen extremer Hitze?

Sehr geehrter Herr Ploß,
angesichts von rund 12.500 Hitzetoten sowie erheblichen wirtschaftlichen Schäden durch zunehmende Hitze möchte ich Ihnen eine konkrete Frage stellen:
Welche kurzfristig umsetzbaren Klimaschutz- und Hitzeschutzmaßnahmen halten Sie persönlich jetzt für notwendig, welche davon wollen Sie in dieser Legislaturperiode konkret vorantreiben, bis wann sollen diese umgesetzt werden und anhand welcher messbaren Ziele soll die Öffentlichkeit beurteilen können, ob diese Maßnahmen tatsächlich ausreichen?
Mich würde dabei insbesondere interessieren, wie Sie begründen, falls Sie derzeit keine zusätzlichen Sofortmaßnahmen für erforderlich halten: Welche Zahl weiterer hitzebedingter Todesfälle und welche Höhe wirtschaftlicher Schäden wäre aus Ihrer Sicht noch vertretbar, bevor schnelleres politisches Handeln notwendig wird?
Außerdem bitte ich Sie darum, konkret zu erläutern, welche Maßnahmen Sie selbst unterstützen, welche Sie ablehnen und warum.
Danke
N. S.

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Sehr geehrte Frau S.,

grundsätzlich kann und sollte natürlich zunächst jeder Mensch für sich persönlich an besonders heißen Tagen Maßnahmen treffen, um sich bestmöglich vor großer Hitze zu schützen, zum Beispiel gutes Durchlüften früh morgens und spät abends, Beschattung der Wohnung tagsüber, guter Sonnenschutz und Kopfbedeckung im Freien, keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten am Mittag und Nachmittag, genug Flüssigkeitszufuhr etc. Darüber hinaus sind in Deutschland in erster Linie Länder und Kommunen dafür zuständig, regional angepasste Hitzeschutzmaßnahmen und Hitzeaktionspläne zu entwickeln, die möglichst passgenau für die lokalen Gegebenheiten sind. Aber auch die aktuelle Bundesregierung hat bereits Maßnahmen getroffen: So hat unsere damalige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im Sommer 2025 drei weitere Hitzeschutzpläne für die Bereiche Sport, Apotheken und ambulante psychologische Praxen vorgestellt (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/bmg-legt-neue-hitzeschutzplaene-vor-03-06-25), zusätzlich zum bestehenden Hitzeschutzplan Gesundheit aus dem Jahr 2023.

Ich persönlich unterstütze zum Beispiel eine jüngst von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger ins Spiel gebrachte Maßnahme, die sowohl der Hitze- bzw. Klimaanpassung als auch dem Klimaschutz dient: die Anpassung einiger Fahrrinnen unserer Flüsse und Kanäle. Dabei geht es häufig gar nicht um umfangreiche Begradigungen, sondern, wie zum Beispiel am extrem befahrenen Mittelrhein, oft nur um die Entfernung weniger Felsvorsprünge unter der Wasseroberfläche, die aus dem Flussbett herausragen und die Schifffahrt bei niedrigem Wasserstand verhindern oder beeinträchtigen. Durch solche Maßnahmen könnte die besonders klimafreundliche Binnenschifffahrt auch bei Niedrigwasser viel länger fahren bzw. die Beladung der Schiffe müsste nicht so stark reduziert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Ploß

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