Welche Ideen haben Sie für eine zukunftsorientierte Kindertagesbetreuung, wenn mit sinkenden Kinderzahlen die Arbeitsplätze der pädagogischen Fachkräfte in Gefahr sind?
Sehr geehrte Z.,
vielen Dank für Ihre wichtige Anfrage zur Zukunft der Kindertagesbetreuung. Sie sprechen ein Thema an, das viele Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Familien in unserem Landkreis bewegt.
Sinkende Kinderzahlen stellen uns zweifellos vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig bieten sie aber auch die Chance, die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern und die pädagogischen Fachkräfte gezielt dort einzusetzen, wo sie dringend gebraucht werden.
Aus meiner Sicht gehören dazu insbesondere folgende Ansätze:
1. kleinere Gruppen und bessere individuelle Förderung der Kinder,
2. stärkere Sprachförderung und frühkindliche Bildung,
3. mehr Unterstützung für Kinder mit besonderem Förderbedarf,
4. zusätzliche Angebote in den Bereichen Bewegung, Gesundheit und Medienkompetenz,
5. flexiblere Betreuungszeiten für berufstätige Eltern,
6. sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Kitas, Grundschulen und sozialen Einrichtungen.
Darüber hinaus halte ich es für sinnvoll darüber zu sprechen, ob pädagogische Fachkräfte künftig noch stärker auch in Ganztagsschulen und im Hortbereich eingesetzt werden könnten. Gerade mit dem kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen werden dort viele qualifizierte Kräfte benötigt.
Mir ist wichtig: Wir dürfen Fachkräfte, die wir über Jahre mühsam gewonnen haben, jetzt nicht verlieren. Gute Erzieherinnen und Erzieher werden auch in Zukunft gebraucht, nicht trotz, sondern gerade wegen der steigenden Anforderungen an frühkindliche Bildung und Betreuung.
Deshalb setze ich mich dafür ein, die Qualität der Betreuung weiter zu stärken, den Beruf attraktiv zu halten und langfristige Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen.
Vielen Dank nochmals für Ihre Anregung und Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema.
Mit freundlichen Grüßen
Danny Eichelbaum
Mitglied des Landtages Brandenburg
