Streichung des Unterhaltsvorschusses durch Familienministerin: Ihre Meinung als alleinerziehende Mutter?
Sehr geehrte Türk-Nachbaur,
was sagen Sie, als alleinerziehende Mutter von mittlerweile erwachsenen Kindern dazu, das Ihre Familienministerin den Unterhaltszuschuss nur noch bis zum 15. Lebensjahr zahlen will? Es sei "nicht finanzierbar", die Differenz auszugleichen, wenn ein säumiger Partner nicht zahlt - vorher gab es bis zu 400€. Hätten Sie als alleinerziehende Mutter das finanziell hingekriegt?
Liebe Grüße von einer alleinerziehenden Mutter aus Trossingen
Nein. Diesen Vorschlag von Ministerin Prien trage ich nicht mit.
Mit dem Ende des 15. Lebensjahres hört der Bedarf eines Kindes nicht auf, im Gegenteil. Ausbildung, Führerschein, Nachhilfe, das erste eigene Zimmer: Genau in diesem Alter wird es teurer, nicht billiger.
Es kann nicht sein, dass ausgerechnet bei den Kindern mit dem höchsten Armutsrisiko gespart wird.
Der eigentliche Hebel liegt woanders. Der Staat muss sich das Geld konsequenter von säumigen Elternteilen zurückholen, statt bei den Kindern zu kürzen.
Gegen diesen Vorschlag gibt es nicht nur massiven Widerstand bei den Betroffenen, sondern auch innerhalb meiner SPD-Bundestagsfraktion.
