Wie bewerten Sie Katherina Reiches Rat an die Stiftung Familienunternehmen, gegen die Wegzugsbesteuerung zu lobbyieren: Befürworten Sie deren Lockerung – ja oder nein, und mit welchen Belegen?
Sehr geehrter Herr Bamberger,
laut veröffentlichtem Gesprächsvermerk empfahl Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche der Stiftung Familienunternehmen, eine Reform der Wegzugsbesteuerung in die Unionsfraktion zu tragen; ihr Ministerium könne dies flankieren.
Bitte beantworten Sie konkret:
Befürworten Sie eine Lockerung oder Abschaffung – ja oder nein?
Welche belastbaren Daten zeigen, dass gerade diese Steuer Kapitalflucht auslöst oder reale Investitionen und Arbeitsplätze in Deutschland verhindert?
Warum setzen Sie den privaten Wohnsitzwechsel eines Anteilseigners mit dem Unternehmensstandort gleich, obwohl Betriebe, Beschäftigte und Investitionen in Deutschland bleiben können?
Wie soll ohne wirksame Wegzugsbesteuerung verhindert werden, dass hier entstandene, noch unversteuerte Wertzuwächse dem deutschen Besteuerungsrecht entzogen werden?
Ein allgemeiner Verweis auf „Wettbewerbsfähigkeit“ oder den „Standort Deutschland“ beantwortet diese Fragen nicht.
