Was gedenken Sie persönlich gegen das GKV zu unternehmen? Wie soll man als schwer arbeitender, gesetzlich Versicherterzahler in Zukunft notwendige Vorsorgeuntersuchungen bezahlen?
Sehr geehrte Frau S.,
haben Sie vielen Dank für Ihre Frage, in der Sie Ihre Bedenken zur Zukunft der Bezahlbarkeit notwendiger Vorsorgeuntersuchungen zum Ausdruck bringen. Ihre Sorgen nehme ich sehr ernst.
Die gesetzliche Krankenversicherung steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Das Ziel ist es, die Beiträge zu stabilisieren und gleichzeitig eine verlässliche und hochwertige medizinische Versorgung zu sichern. Deshalb sind Reformen notwendig, die auch kurzfristig wirken und weitere Belastungen für Versicherte und Unternehmen durch steigende Beiträge verhindern.
Hinsichtlich Ihrer Bedenken zu Vorsorgeuntersuchungen möchte ich Sie gern beruhigen. Das Gesetz sieht keine generelle Abschaffung oder Selbstzahlung notwendiger Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen vor. Gesetzlich Krankenversicherte haben auch weiterhin Anspruch auf die gesetzlich vorgesehenen Gesundheits- und Früherkennungsuntersuchungen. Es wäre aus meiner Sicht der falsche Weg, gerade an medizinisch notwendigen Vorsorgeleistungen zu sparen.
Das vom Bundestag beschlossene Maßnahmepaket halte ich für sinnvoll und erfolgversprechend. Dabei werden verschiedene Bereiche des Gesundheitssystems einbezogen, auch die Krankenkassen selbst.
Das Gesetz kann jedoch noch nicht als Schlusspunkt gesehen werden. Es werden weitere strukturelle Reformen unseres Gesundheitssystems folgen müssen. Wir möchten kein kurzfristiges Sparprogramm, sondern einen nachhaltigen Wandel, der die Beitragszahler entlastet und die Versorgung zukunftsfest macht. Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir alle Reformvorschläge und mögliche Änderungen im Bundestag sorgfältig beraten und abwägen werden.
Ich danke Ihnen nochmals für Ihre Frage und wünsche Ihnen alles Gute.
Herzliche Grüße
Florian Oest
