Frage an Harald Güller bezüglich Bildung und Erziehung

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Harald Güller
SPD

Frage an Harald Güller von Znevba Enqvb Onlrea 3 bezüglich Bildung und Erziehung

01. September 2008 - 16:54

Ich bin Lehrerin in Augsburg und frage mich, warum nächstes Jahr bei uns sechs 5. Klassen mit 33 Schülern anfangen müssen. Ich glaube, dass 33 Schüler in einer 5. Klass zuviel sind. Die Schüler kommen aus unterschiedlichen Grundschulen mit unterschiedlichen Größen und Strukturen. Sie müssen sich in der 5. Klasse einfügen in ein neues System. Die Lehrer haben keine Möglichkeit, auf 33 Schüler im Einzelnen einzugehen.

Frage von Znevba Enqvb Onlrea 3
Antwort von Harald Güller
03. September 2008 - 19:41
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 2 Stunden

Sehr geehrte Marion,

wie Sie bin ich der Meinung, dass 33 Schüler in einer Klasse zu viel ist. Ich meine, dass es unser Ziel sein sollte, dass in KEINER Klasse mehr als 25 Schüler sind.

Dazu braucht man mehr Lehrerinnen und Lehrer; und um diese einzustellen muss man als Freistaat Bayern bereit sein mehr Geld für Bildung auszugeben. Die SPD im Bayerischen Landtag hat deshalb mehrmals eine "Bildungsmilliarde" verlangt und beantragt. Damit hätten u.a. jedes Jahr zusätzliche 1000 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt werden können.
Abgelehnt wurde dies immer von der CSU..... und jetzt kurz vor der Wahl kommt die gleiche Partei daher und verkündet: Wenn ihr uns wählt, dann stellen wir zusätzliche Lehrer ein. Ich nenne das schlicht unehrlich. Die Chance etwas zu tun hat z.B. im Frühjahr 2008 bestanden, als die SPD einen entsprechenden Antrag in den Haushaltsberatungen gestellt hat. Aber da haben die CSU-Abgeordneten mit Nein gestimmt!

Mehr Lehrer allein werden aber sicher nicht alle Probleme im Bereich unserer Schulen lösen; hinzukommen müssen Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung dort wo diese Angebote nachgefragt werden. Außerdem eine längere gemeinsame Schulzeit, damit der Auslesedruck und -stress nicht schon in der 3. und 4. Klasse den Schülern jede Lust auf Schule und Lernen nehmen. Es ist ein Skandal, dass im Bayerischen Schulsystem der Bildungserfolg immer mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt und dass fast 10 % der Schüler die Schule ganz ohne Abschluss verlassen muss.

Wer was verändern will, der muss bei der Wahl mit dafür sorgen, dass die CSU abgewählt wird, und dass die SPD mit in die Regierung kommt.

Mit freundlichen Grüssen
Harald Güller