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Angesichts von Fachkräftemangel und Kostendruck: Welche Rolle soll Integrative Medizin künftig in Ihrer Gesundheitspolitik spielen?

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Katja Strauss-Köster
CDU
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Frage von Hedda K. •

Angesichts von Fachkräftemangel und Kostendruck: Welche Rolle soll Integrative Medizin künftig in Ihrer Gesundheitspolitik spielen?

Sehr geehrte Frau Strauss-Köster,

als Herdeckerin - die wegen der Krankenpflegeausbildung im GKH vor fast 35 Jahren hierher gezogen ist - möchte ich Ihnen noch das Plädoyer für eine Integrative Medizin der Zukunft empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen!

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau H. K.,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht und für Ihr persönliches Engagement. Dass Sie seit Ihrer Ausbildung im Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke mit unserer Stadt verbunden sind, freut mich sehr.

Die Frage nach der Rolle der Integrativen Medizin ist gerade vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und Kostendruck im Gesundheitswesen von großer Bedeutung.

Für mich ist klar: Unser Gesundheitssystem muss wissenschaftlich fundiert, qualitätsgesichert und zugleich offen für sinnvolle ergänzende Ansätze sein. Integrative Medizin kann dort eine Rolle spielen, wo sie evidenzbasiert ist, Patientinnen und Patienten nachweislich nutzt und wirtschaftlich vertretbar umgesetzt werden kann. Sie darf jedoch nicht in Konkurrenz zur notwendigen Sicherstellung einer flächendeckenden, leistungsfähigen Grund- und Regelversorgung treten.

Angesichts des Fachkräftemangels müssen wir insbesondere die Arbeitsbedingungen in Pflege und Medizin verbessern, Bürokratie abbauen und Versorgungsprozesse effizienter gestalten. Jede medizinische Leistung, ob konventionell oder integrativ, muss sich an Wirksamkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit messen lassen. Gerade bei knappen Ressourcen ist es entscheidend, dass Mittel gezielt eingesetzt werden.

Gleichzeitig sehe ich großes Potenzial in einer stärker patientenzentrierten Versorgung. Prävention, Lebensstilmedizin, psychosoziale Begleitung und interdisziplinäre Zusammenarbeit können dazu beitragen, chronische Erkrankungen besser zu begleiten und Krankenhausaufenthalte zu reduzieren. Wenn integrative Ansätze hier nachweislich zur Stabilisierung beitragen, kann dies sowohl medizinisch als auch volkswirtschaftlich sinnvoll sein.

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich persönlich ein ganz großer Fan unseres Gemeinschaftskrankenhauses. Darüber hinaus bin ich 1970 dort geboren worden. 

Vielen Dank für Ihren Hinweis und Ihre Gedanken zu diesem Thema. Der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist mir wichtig und ich nehme Ihre Anregung gerne mit.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Katja Strauss-Köster MdB

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