Wie rechtfertigen Sie die Attestpflicht ab Tag eins und die Abschaffung der Telefon-Krankschreibung trotz fehlender Missbrauchsbelege, und wie verhindern Sie überlastete Arztpraxen?
Sehr geehrter Herr Dr. Wiener,
Der Koalitionsausschuss beschloss am 2. Juli 2026, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und ab dem ersten Krankheitstag ein Attest verpflichtend zu machen (bisher ab Tag 4). Kanzler Merz begründet dies mit zu hohen Krankenständen. Studien des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung und der Barmer zeigen jedoch, dass die Telefon-AU nur 0,8-1,2 % aller Krankschreibungen ausmacht und der Anstieg der Fehltage vor allem auf die elektronische Erfassung (eAU) seit 2022 zurückgeht. Haus- und Fachärzteverbände, DAK-Chef Storm und der DGB warnen vor überfüllten Praxen und mehr Bürokratie. Auch SPD-Politiker wie Karl Lauterbach und Ministerin Bas distanzieren sich vom Beschluss. Betriebe können per Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung abweichen. Wie stehen Sie zu der Maßnahme, und setzen Sie sich für Ausnahmen ein?
Mit freundlichen Grüßen Rainald S., Erkrath
Sehr geehrter Herr S.,
vielen Dank für Ihre Nachricht, die ich gerne beantworten möchte.
Der direkte und unmittelbare Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern meines Wahlkreises ist mir sehr wichtig. Leider liegt mir keine direkte Kontaktmöglichkeit zu Ihnen vor. (Abgeordnetenwatch leitet Ihre Mail-Adresse nicht weiter.) Kontaktieren Sie mich daher gerne über einen der folgenden direkten Kommunikationswege:
Mail: klaus.wiener@bundestag.de
Web: www.klauswiener.de
Postalisch: Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel: 030 – 227 75621
Für Ihre Nachricht danke ich Ihnen schon jetzt sehr herzlich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Klaus Wiener MdB
