Sehr geehrter Herr Rohwer, sehen Sie Möglichkeiten den Radverkehr in den nächsten 4 Jahren in Großstädten stark auszubauen und dagegen Großlastwagenverkehr stark zu reduzieren? Mathias Thalheim

Lars Rohwer
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CDU
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Sehr geehrter Herr Rohwer, sehen Sie Möglichkeiten den Radverkehr in den nächsten 4 Jahren in Großstädten stark auszubauen und dagegen Großlastwagenverkehr stark zu reduzieren? Mathias Thalheim

Frage von Mathias T. am
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Lars Rohwer
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 6 Stunden

Guten Tag, Herr T.!

Jedem Versuch einzelne Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen, trete ich grundsätzlich skeptisch gegenüber. Schauen Sie, wir wollen Industrieland bleiben, aber zukünftig klimaneutral. Und Großlastverkehr und Handel gehören einfach dazu.

Wenn Sie schon einmal gesehen haben, wie an einem Supermarkt angeliefert wird, übrigens auch der der so viel wie möglich regionale Produkte anbietet, dann wissen Sie, dass es ohne Großlastwagen nicht geht. Auch Vorwerk Podemus bei mir im Dresdner Westen beliefert seine Bioläden und -märkte nicht mit Lastenrädern, sondern mit LKWs, alleine schon um die Kühlungskette für die verderbliche Ware einhalten zu können.

Vielmehr sollen wir immer wieder schauen, was nachhaltiger und umweltfreundlicher geht. Auch so manche LKW-Fahrt durch eine Stadt wie Dresden kann bspw. mit einer Güterstraßenbahn ersetzt werden, leider nutzt VW diese derzeit in meiner Heimatstad nicht mehr.

Unabhängig davon wird es zu einer weiter starken Nutzung des Radverkehrs in den nächsten Jahren kommen, allein schon die eBikes haben diese Entwicklung forciert und auch die Freude am Radfahren von vielen Bewegungsenthusiasten. Städte und Gemeinden sind daher gut beraten, sich darauf einzustellen und Radwege zwischen Ortschaften zu bauen oder Radfahrstraßen verkehrlich einzurichten. All dies gehört zu einem modernen Mobilitätskonzept mit Zukunft.

Viele Grüße
Lars Rohwer

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