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Wie stellt die Regierung über Instrumente wie die SPRIND sicher, dass unsere Spitzenforschung bei photonischen Chips hier kommerzialisiert wird und nicht ins Ausland abwandert?

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Matthias Hauer
CDU
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Frage von Sascha L. •

Wie stellt die Regierung über Instrumente wie die SPRIND sicher, dass unsere Spitzenforschung bei photonischen Chips hier kommerzialisiert wird und nicht ins Ausland abwandert?

Deutschland verfügt über exzellente Grundlagenforschung in der Photonik. Doch während Start-ups revolutionäre Sprünge bei Energieeffizienz und Tempo in Aussicht stellen, droht beim Transfer in die Wirtschaft das berüchtigte "Tal des Todes". In den USA und China fließen Milliarden in Next-Gen-Chips. Wir dürfen nicht denselben Fehler wie bei vergangenen Technologien (Solar, MP3) machen und unser Know-how abwandern lassen. Welche konkreten Förderinstrumente plant die Regierung (z.B. ein spezifisches Mandat oder Budget für die Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND), um nicht nur die Forschung, sondern den Aufbau einer europäischen Lieferkette und die Massenproduktion für photonische Chips in Deutschland abzusichern?

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr L.,
 
vielen Dank für Ihre Frage vom 31. Mai 2026.
 
Quantentechnologien bieten große Chancen für Datennutzung und Datensicherheit, die Medizin und Mobilität der Zukunft oder die Raumfahrt. Die Hightech Agenda Deutschland (HTAD) fördert die Software- und Hardware-Entwicklung vor Ort und vernetzt Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups, um Quantentechnologien bereit zur Anwendung zu machen.
 
Deutschland will bis 2030 zur Weltspitze der Quantentechnologie aufschließen. Ob Quantencomputing, Sensorik oder Kommunikation: Das Ziel ist die Überführung exzellenter Forschung in marktreife Produkte. Dafür will Deutschland mit Pilotlinien und neuen Ökosystemen die „Mid-Tech-Falle“ überwinden, um technologische Souveränität zu sichern und konkrete Use-Cases – von der Krebsdiagnostik bis zum Verkehrsschutz – in die Anwendung zu bringen.
 
Die industrielle Stärke Deutschlands bei Hochtechnologien liegt insbesondere in exzellenter Materialforschung, Spezialausrüstung und Enabling Technologies. Entscheidend ist der gezielte Übergang von Spitzenforschung in die praktische Nutzung. Für die Quantentechnologien sind diese Stärken auszubauen: Reinräume, Pilotlinien und Testinfrastrukturen für Quantenchips, kryogene Technologie, Vakuumtechnik und Hochpräzisionselektronik werden als infrastrukturelle Basis gefördert und als Plattformen für Forschung und Unternehmen zugänglich gemacht.
                 
Im Zentrum steht die Photonik als Schlüsseltechnologie für Quantencomputing und Quantenkommunikation: Lasersysteme zur Kontrolle von Qubits, photonische Schaltkreise, Detektoren, Quellen und optische Komponenten bilden das Rückgrat vieler Quantenplattformen. Deutschland verfügt hier über eine starke industrielle und wissenschaftliche Basis. Diese Position ist durch gezielte Maßnahmen weiter zu stärken. Ziel ist es, entlang der kritischen Material- und Komponentenketten eigenständige europäische Fähigkeiten auf- und auszubauen, Abhängigkeiten zu reduzieren und deutsche Unternehmen als Zulieferer für globale Quantenmärkte zu positionieren.
 
Dabei sind Rahmenbedingungen zu schaffen, um erfolgreich zu sein:
 
Ankerkundenkäufe: Durch Beschaffungsentscheidungen des öffentlichen Sektors erhalten Start-ups und junge Technologieunternehmen erste relevante Umsätze, die weitere private Investitionen auslösen.

Verbundprojekte: Durch die Förderung gemeinschaftlicher Forschungsprojekte sowie durch Verbundprojekte auf europäischer Ebene werden u.a. deutsche Stärken im Quantencomputing in den europäischen Ausbau dieser Technologie eingebracht.

Fachkräfte: Durch den Ausbau der akademischen Lehr- und Forschungskapazitäten sowie den Ausbau eines international attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsortes Deutschland wird das Humankapital für Quantentechnologien gesichert.
 
Weitere Informationen finden Sie unter: hightech-agenda-deutschland.de
 
Mit freundlichen Grüßen

Matthias Hauer

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