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Sind sie für oder gegen ein an die Lebenserwartung gekoppelte Renteneintrittsalter

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Michael Frieser
CSU
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Frage von Israel G. •

Sind sie für oder gegen ein an die Lebenserwartung gekoppelte Renteneintrittsalter

Sehr geehrte Herr Frieser,

als Handwerker wird es schwer werden überhaupt och effektiv zu arbeiten wenn man an der 60 kratzt. Auch jetzt schon merkt man es den älteren Kollegen an das sie leider keine richtige Hilfe mehr sind und lieber in den wohlverdienten Ruhestand gehen müssten. Ich arbeite seit meinem 15 Lebensjahr körperlich. Mit Ende 30 habe ich schon einige körperlichen Blessuren die mich daran hindern gewisse arbeiten so zu berichten wie ich es noch vor 10 Jahren konnte. Als Kassenpatient gibt es unser momentanes Gesundheitssystem nicht her so lange körperlich zu arbeiten. Ich hoffe meine Nachricht findet bei ihnen gehör und sie entscheiden sich gegen diese, meiner Meinung nach, wahnsinnigen Pläne.

Mit freundlichen Grüßen

Israel G.

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr G.,

vielen Dank für Ihre Frage. Ja, ich unterstütze die Rentenreform und die darin vorgesehene Maßnahmen, die Regelaltersgrenze nach 2031 bei einem weiteren Anstieg der Lebenserwartung moderat anzupassen. Mit Blick auf die gestiegene Lebenserwartung und die demografische Zusammensetzung kann die Rente ohne maßvolle Anpassungen an dieser Stelle nicht stabilisiert werden. 

Wir wissen natürlich, dass sich dieses Vorhaben - je nach Gesundheit, Berufsgruppe, Einkommen, Erwerbsverlauf - auf den einzelnen Arbeitnehmer ganz unterschiedlich auswirkt. Deshalb sind abgesehen von Maßnahmen zur verstärkten Gesundheitsprävention insbesondere Härtefallregelungen vorgesehen. Versicherten, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in ihrem letzten langjährig ausgeübten Berufsfeld arbeiten können, soll damit ein früherer Rentenzugang ermöglicht werden. 

Ich weiß, dass diese Pläne Verunsicherung auslösen, will aber betonen, dass wir in den weiteren parlamentarischen Beratungen gerade Beschäftigte wie Sie, die körperlich arbeiten, im Blick behalten. Wir gehen hier sehr überlegt vor, denn jede Anpassung am System hat ganz praktische Auswirkungen auf die Erwerbsbiografie von Millionen Menschen. Fest steht gleichzeitig: Wenn wir nichts unternehmen, würden die Beiträge immer weiter steigen, während das Rentenniveau sinkt. Das müssen wir verhindern. Wir wollen mit maßvollen Abstrichen ein System schaffen, mit dem wir steigende Renten auch in Zukunft finanzieren können, dabei aber die Interessen der Arbeitnehmer von heute und morgen im Blick halten.

Beste Grüße

Ihr Michael Frieser

 

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